Feuerbrand gefährdet Kernobst und Ziergehölze

Seit den 80er Jahren grassiert die gefährliche Bakterienkrankheit Feuerbrand (Erwinia amylovora) auch in Baden- Württemberg und sorgt in manchen Jahren für deutliche Schäden an den Kernobstarten Apfel, Birne und Quitte, die in besonderem Maße betroffen sind, wobei es Unterschiede in der Sortenanfälligkeit gibt. Ebenso betroffen sind jedoch auch Hausgärten mit Ziergehölzen wie Weißdorn, Ebereschen, Zierquitten und Strauchmispeln etc.

(© )
Der Befall beginnt an den Triebspitzen. Diese welken, verfärben sich dann braun, später schwarz. Die Triebspitzen krümmen sich krückstockartig ein, sehen aus wie verbrannt, daher auch der Name Feuerbrand. Die eingetrockneten Blätter & Früchte bleiben an den Bäumen hängen. Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird durch Wind, Vögel und Insekten übertragen. Die feuchtwarme Witterung dieses Jahres fördert die Ausbreitung massiv.

Aktuell wurde auch in Aalen ein starker Befall an Kernobstbeständen im Bereich Himmling/Bodenbach in Fachsenfeld festgestellt. Auch Bestände im Schlosspark Fachsenfeld sind betroffen. Alle Grundstücksbesitzer im Welland und im gesamten Aalener Stadtgebiet sind aufgerufen, ihre Bäume und Sträucher auf den Befall mit Feuerbrand zu untersuchen. Nähere Informationen zum Schadensbild und den am häufigsten betroffenen Pflanzen können dem Faltblatt in der rechten Randspalte entnommen werden.
© Stadt Aalen, 19.07.2012
Um die weitere Verbreitung zu verhindern, sollten im Falle eines Befalls die Triebe sofort bis 40 cm weit ins gesunde Holz zurückgeschnitten und am besten vor Ort verbrannt werden. Größere Mengen können auch beim Recyclingbetrieb Ritter in Essingen (Tel:07365/6726) kostenlos abgegeben werden, wo sie vorschriftsmäßig bei ausreichend hohen Temperaturen verbrannt werden. Keinesfalls darf entsprechend befallenes Schnittgut in den Kompost oder die Grünschnittsammlung gelangen. Wichtig ist auch, dass nach dem Schnitt die Schnittwerkzeuge & Handschuhe desinfiziert werden, um nicht wiederum neue Pflanzen mit Feuerbrand zu infizieren. Für weitergehende Informationen die Fachberater der Obst- und Gartenbauberatung des Ostalbkreises (Tel. 07961 – 905931) oder Herrn Karl Steinemann von den Gartenfreunden Fachsenfeld (Tel.: 07366/4601) zur Verfügung.

Downloads