Firmenbesuch: Oberbürgermeister Martin Gerlach besuchte die Heimatsmühle

Im Rahmen seiner Firmenbesuche war Oberbürgermeister Martin Gerlach kürzlich zusammen mit dem Wirtschaftsbeauftragten Hartmut Bellinger bei der Heimatsmühle.

Empfangen wurden die Vertreter der Stadt von Geschäftsführer Max Ladenburger jun. Bei einem Rundgang durch die Mühle gab es interessante Einblicke in den Betriebsablauf und die Verarbeitung vom Korn zum Mehl. Oberbürgermeister Martin Gerlach zeigte sich sehr angetan von der Entwicklung dieser alten Aalener Mühle. Seit dem 12. Jahrhundert wird an diesem Standort das Müllerhandwerk ausgeübt. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts befindet sich die Mühle im Besitz der Familie Ladenburger. Seit September 2007 teilen sich die „Heimatsmüller“ Max Otto Ladenburger und Franz Xaver Ladenburger die Geschäftsführung mittlerweile in der sechsten Generation.

Mit den Aktivitäten in den letzten zehn Jahren hat das Unternehmen wesentliche, unverzichtbare Voraussetzungen für die geplante Steigerung des Umsatzes und Ertrags insbesondere über hochwertige und biologische Produkte geschaffen. Weiter hat es sich auf die Anforderungen des Marktes nach höherer Produktivität, logistischer Leistungsfähigkeit, Flexibilität sowie einem höheren Qualitätsstandard eingestellt.

Dem ursprünglichen Mahlsystem mit einer Vermahlungskapazität von 110 Tonnen/Tag, wurde 1998 mit dem Neubau der Mühle 2 ein weiteres Mahlsystem mit 65 Tonnen Tagesleistung hinzugefügt. Heute werden in der Mühle 2 ausschließlich Bioprodukte gemahlen, einem mittlerweile wichtigen Standbein der Heimatsmühle. Die heute vollautomatisierte Mühle ist an sieben Tagen jeweils 24 Stunden in Betrieb. Saisonal bis zu 50 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Produktionsablauf und eine gleichbleibend gute Qualität. Wichtige Arbeitsfelder sind dabei die permanente Qualitätskontrolle und eine durchdachte Logistik. Diese reicht von der Anlieferung des Rohmaterials „just in time“ bis zur Belieferung der Kunden in ganz Süddeutschland.
© Stadt Aalen, 27.04.2009

Qualität aus der Heimat

Bekannt wurde die regionale Mühle in den vergangenen Jahren vor allem durch ein stimmiges Marketingkonzept mit dem Slogan „Qualität aus der Heimat“ und die Auslobung eines Umweltschutzpreises. Zur Heimatsmühle gehört auch das „Mühlenlädele“. Dort kann der Kunde neben den klassischen Mehlprodukten und allerlei Müslisorten, Cornflakes usw. kaufen. Er hat eine riesige Auswahl an Naturkostprodukten wie Haferkleie, Hirse, Buchweizen, Sojaschrot, Grünkern, Sonnenblumen- und Kürbiskerne. Natürlich stehen in großer Vielfalt schwäbische Hausmachernudeln in den Regalen sowie Teevariationen, süße und salzige Leckereien, Küchenhelfer und auch Fertigprodukte. Was die Zukunft betrifft, erklärte Max Ladenburger seinen Gästen, dass es notwendig ist, das Erreichte zu konsolidieren. Gute Voraussetzungen dafür sind in den letzten Jahren im technischen Bereich geschaffen worden. Um die Lagerkapazitäten dem Bedarf anzupassen wurde der Neubau von Silos für insgesamt 5 000 Tonnen konzipiert. Der erste Bauabschnitt wurde 2008 fertiggestellt. Die neuen Silos machen es auch möglich, die langen Wartezeiten für Lkws bei der Getreideanlieferung zur Zeit der Ernte stark zu verkürzen. Angedacht ist auch eine Mühlenerweiterung. Die Aalener Traditionsfirma befindet sich somit auf einem guten Weg und wird auch die Herausforderungen der Zukunft meistern. Abschließend wünschte Oberbürgermeister Martin Gerlach dem Geschäftsführer der Heimatsmühle eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung auch bei verschärften Wettbewerbsbedingungen durch die Globalisierung und auch einen Konzentrationsprozess, der vor den Mühlenbetrieben nicht Halt gemacht hat.