Flexibles Gebäude für innovative Ideen

Das Innovationszentrum am Burren nimmt äußerlich Form an. In einem Pressegespräch am vergangenen Donnerstag, haben Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und Innovationsmanager Gerhard Subek zusammen mit dem leitenden Architekten Michael Walker den aktuellen Baufortschritt vorgestellt. Bis zu Eröffnung zu den Reichsstädter Tagen 2014 wird das Innovationszentrum nahezu voll belegt sein.

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Viele helle Holzbalken umgeben die Innenräume des noch im Bau befindenden Innovationszentrums am Burren. Trotz des trüben Wetters geben diese den Räumen schon jetzt eine warme und leichte Atmosphäre. „Das Gebäude soll sich sowohl in die Landschaft als auch zu den benachbarten Neubauten der Hochschule einpassen. Als nachwachsender Rohstoff wird hier der Baustoff Holz auch als Tragkonstruktion genutzt,“ sagte Heim-Wenzler. Eine der größten Herausforderungen des Bauprojektes sei es ein Gebäude zu erschaffen, dessen exakte Nutzung zur Zeit der Planung noch nicht feststeht. „Der Bau soll ein attraktives Forschungs- und Entwicklungsgebäude für Projekte verschiedenster Technologien werden. Damit den Forschenden die bestmögliche Arbeitsumgebung und Ausstattung angeboten werden kann, muss das Gebäude so flexibel wie möglich gestaltete sein“, berichtet sie weiter. Dies zeigt sich zum Beispiel an der geplanten Innenausstattung, die es durch verschiebbare Trennwände ermöglichen wird, die Büroräume je nach Bedarf abzutrennen. Auch die Labore wurden vom Architekturbüro daraufhin gestaltet, dass jederzeit die benötigten Maschinerien angeliefert und eingebaut werden können. Neben diesen Aspekten lag eine wichtige Aufgabe in der Abschottung des Verkehrslärms der naheliegenden Bundesstraße 29. Erzielt wird dies durch Einschnitte nach innen, die einen durch Glasscheiben abgedämmten Klimahof schaffen. Durch diesen werden die Räume mit Frischluft versorgt ,ohne den Verkehrslärm nach innen drängen zu lassen.
© Stadt Aalen, 17.09.2013

Eröffnung im Sommer 2014

Schon im Frühsommer diesen Jahres wurden die kompletten Fassadenarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Die Angebote der Baufirmen waren für die Träger des Innovationszentrums jedoch finanziell nicht zu stemmen. Aufgrund der Komplexität der innovativen Fassadenkonstruktion, lagen die wenigen Angebote weit über der Kostenschätzung. Damit auch kleinere Handwerksbetriebe der Region berücksichtigt werden konnten, wurde die Ausschreibung zurückgezogen und in Teilbereiche aufgesplittet und beschränkt ausgeschrieben. Der Ausschuss für Technik und Umwelt konnte in seiner Sitzung in der vergangenen Woche die ausgeschriebenen Gewerke an regionale und überregionale Handwerksbetriebe vergeben. Diese fügten sich nun in den finanziellen Budgetrahmen ein. Dem Bauprojekt gingen dadurch einige Wochen im angedachten Zeitplan verloren. Die Eröffnung des Innovationszentrums wurde deshalb auf die Reichsstädter Tage im kommenden Jahr verschoben. $(text:b:Projekt zieht deutschlandweit Kreise)$ Für die bereits ausgewählten Projekte stellt die Stadt Aalen bis zur Fertigstellung des Innovationszentrum Räume zur Verfügung. „Wir haben schon jetzt wahnsinnig attraktiven Projekten zugestimmt. Die Themen reichen von Düngetechniken bis hin zu innovativen Dienstleistungsideen. Das Innovationszentrum zieht bereits deutschlandweit Kreise. Sogar von Münchner Firmen habe ich schon Anfragen,“ berichtet Subek vom aktuellen Planungsstand. Das Innovationszentrum solle die Innovationskraft der Region stärken und Start-Up-Unternehmen zu marktfähigen Wettbewerbsteilnehmern entwickeln. „Hier wird Wirtschaftsförderung am Ort der Wissenschaft betrieben. Das Innovationszentrum wird als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fungieren und Innovationen nach Aalen bringen,“ erläutert Heim-Wenzler die Ziele des Projekts. Unterstützt wird das Innovationszentrum von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg im Rahmen des Modellprojekts "EU-LEuchtturmprojekt zur innovativen Kommunalentwicklung“. Die laufende Finanzierung des Innovationsbetriebs übernehmen in Form eines Fördervereins eine Vielzahl von namhaften Unternehmen der Region.