Flüchtlingsschicksale – auch eine Herausforderung für die Stadt Aalen?

Informationsabend am Sonntag, 4. Oktober 2015 um 18 Uhr im Rathaus Aalen

Der Flüchtlingsstrom nach Europa reißt nicht ab – im Gegenteil – er nimmt weiter zu. Bund, Länder und Kommunen stehen zunehmend hilflos vor dieser großen Flüchtlingswelle. Die Länder suchen dringend Unterbringungskapazitäten für die Asylsuchenden aus aller Welt. Bestehende Einrichtungen sind bereits überbelegt. Die Politik trifft sich in immer kürzeren Abständen zu Flüchtlingsgipfeln auf allen Ebenen. An unseren Grenzen suchen ganze Familien aus den Bürgerkriegsländern verzweifelt eine neue Heimat im sicheren Europa. Die Medien vermelden jeden Tag neue Flüchtlingszahlen und dramatische Einzelschicksale.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der sogenannten Armutsflüchtlinge zu.  Die Länder Europas versuchen den Zustrom der Notleidenden zu koordinieren. Immer wieder wird die Solidarität untereinander und das Prinzip der Menschlichkeit  beschworen. Neben den politischen Fragen haben die Kommunen konkret mit ganz realen Problemen zu kämpfen: dringend benötigter Wohnraum muss für Flüchtlinge geschaffen werden. Kindergärten, Schulen und andere kommunale Einrichtungen müssen sich auf die Flüchtlinge einstellen. Bürgerinnen und Bürger wollen informiert werden und die integrative Kraft der jeweiligen Kommune wird benötigt. Auch die Stadt Aalen arbeitet an einem Handlungskonzept „Flüchtlinge“ und versucht Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten, um die oftmals traumatisierten Menschen in unsere Gesellschaft aufzunehmen.

Deshalb lädt Oberbürgermeister Thilo Rentschler zu einer Infoveranstaltung im Rathaus alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein.

Unter der Moderation von Dr. Rolf Siedler sollen  Flüchtlinge zu Wort kommen und ihre Schicksale und ihre Sichtweisen schildern.

Werner Gnieser, Initiator einer privaten Hilfskampagne zur Linderung des schlimmsten Flüchtlingselends auf der Insel Lesbos, wird über seinen persönlichen Einsatz vor Ort berichten. Syliva Schütz-Fatum, seit über 20 Jahren aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig, wird stellvertretend für die vielen Flüchtlinge sprechen, die sie seit Jahren unterstützt und betreut.

Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter berrichtet von seinen Erfahrungen auf der  Bundesebene und den außenpolitischen Zusammenhängen.

Gemeinsam mit Berthold Weiß, Leiter der LEA in Ellwangen, stehen sie für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung. Was können wir tun, um zu helfen? Wo gibt es Lösungsansätze und Perspektiven? Was kann jeder einzelne tun?

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Die Kulturküche e.V. bewirtet, der Erlös ist für syrische Flüchtlingskinder in Antakya bestimmt.