Förderbescheid für Maiergasse Wasseralfingen: Potential für Wohnen – Arbeiten – Erholung

600.000 Euro erhält die Stadt Aalen aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau West 2012 für das Areal Maiergasse in Wasseralfingen. Am Freitag, 20. April 2012 wird Regierungsvizepräsident Dr. Christian Schneider den Bewilligungsbescheid an Oberbürgermeister Martin Gerlach überreichen. Das städtebauliche Erneuerungskonzept soll zügig umgesetzt werden. Doch bis das soweit ist und sich die belastete Brachfläche zu einem attraktiven und zentrumsnahen Gebiet für Wohnen, Gewerbe und Erholung gewandelt hat, sind noch einige Aufgaben zu bewältigen.

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Das vergleichbare Rieger-Areal in der Aalener Innenstadt hat es gezeigt: es ist ein langer Entwicklungsprozess, bis die ersten Gebäude stehen, doch die sorgfältige Entwicklung einer Brachfläche mit Altlasten hat viele positive Effekte für die weitere Umgebung.

$(text:b:Impulse für die Innenentwicklung)$

Das Potential der Brachfläche Maiergasse wurde bereits 2008 erkannt und im Ortschaftsrat diskutiert. Zwei Jahre später fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, das Stadtplanungsamt legte ein städtebauliches Konzept vor und 2012 wurde das Projekt in das Sanierungsprogramm aufgenommen.

Die Maiergasse setzt neue Impulse für die Innenentwicklung Wasseralfingens. Die Ortsmitte wird gestärkt und attraktiver Wohnraum im größten Stadtbezirk Aalens geschaffen. Angesichts des demografischen Wandels sind solche zentralen Wohngebiete mit Dienstleistungsangeboten und guten Verkehrsanbindung zukunftsweisend.

$(text:b:Grünes Wohngebiet am Kocher)$

Auf dem knapp 9 Hektar großen Gelände in Zentrumsnähe sollen zirka 43 neue Gebäude entstehen, davon sieben in einem geplanten Mischgebiet für Gewerbe, Handwerk und Wohnen im südlichen Teil. Im mittleren Teil sollen sich sieben dreigeschossige, barrierefreie Häuser für mittlere und kleine Haushalte um einen Platz gruppieren, mit einem Verbindungssteg über den Kocher und Anbindung an das angrenzende Wohngebiet Steigäcker.

Im Norden sieht das Konzept insgesamt 29 Gebäude vor, 21 Einzel und 8 Doppelhäuser. Der Übergang des durchgrünten Wohngebiets in die freie Landschaft wird durch die kleinteiligere Bebauung erreicht. Das Gebiet wird über die Verlängerung der Maiergasse parallel zum Kocher auf der Trasse des bestehenden Landwirtschaftsweges erschlossen.

Wichtig für das attraktive Wohnumfeld ist die Einbindung des Kochers als Natur- und Naherholungsraum. Der Kocher wird bis zum Arm südlich der Heimatsmühle renaturiert. In Anlehnung an sein Urbett soll der Fluss dort künftig in großen Schleifen mäandrieren. Ein parallel geführter Fußweg macht den renaturierten Kocher erlebbar.

Bevor jedoch die Baumaschinen zur Erschließung anrücken können, muss Baurecht geschaffen und der Untergrund untersucht werden. Mit Altlasten rechnet man insbesondere auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks.
© Stadt Aalen, 17.04.2012