Gemeinderat besuchte Ostalb-Klinikum

Die Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Aalen machten sich am vergangenen Mittwochabend ein Bild über den Stand der Bauarbeiten beim Ostalbklinikum und informierten sich aber auch über die medizinischen Disziplinen.

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Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle erinnerte daran, dass der Gemeinderat zum letzten Mal im Oktober 1999 das Ostalb-Klinikum besuchte und sich mittlerweile gigantisch viel auf dem Weg vom Krankenhaus zum Gesundheitszentrum getan habe. Der Gemeinderat mit seinen gewählten Vertretern habe ein vitales Interesse an dieser Entwicklung, wohlwissend, dass das Haus der Zentralversorgung in Trägerschaft des Landkreises sei. Er stellte in der Diskussion fest, dass das Ostalb-Klinikum in zahlreichen medizinischen Disziplinen sich zu einem echten Kompetenzzentrum für die gesamte Region entwickelt habe. Die baldige Fertigstellung des Klinikhotels unterstreiche diese Entwicklung. Für die Zukunft sei es entscheidend, dieses einzige Haus der Zentralversorgung im Ostalbkreis positiv weiter zu entwickeln.

Krankenhausdirektor Axel J. F. Janischowski berichtete sodann über das abgelaufene Jahr, in dem rund 15 500 Patienten stationär und zirka 25 000 Patienten ambulant behandelt wurden. Bei den stationär aufgenommenen Patienten bedeute dies einen Anstieg um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 1995. Fünf Prozent der Patienten kämen aus dem bayrischen Raum, Tendenz steigend. Als Haus der Zentralversorgung profitieren davon vor allem die Innere Abteilung, Kardiologie und die Kinderklinik. 6 188 Patienten wurden 2004 im Ostalb-Klinikum operiert und 1 217 Kinder erblickten im vergangenen Jahr das Licht der Welt im Aalener Krankenhaus. Das Klinikum sei auch ein bedeutender Arbeitgeber in Aalen und der Region. 583 Vollzeitkräfte und 420 Teilzeitkräfte seien beschäftigt, 92 junge Menschen bilde das Klinikum aus.

In einem interessanten Vortrag stellten Prof. Dr. Marco Siech und Priv. Doz. Dr. Gerhard Kleber die Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsformen am medizinischen Bauchzentrum im Ostalb-Klinikum vor. Priv. Doz. Dr. Ulrich Solzbach, Chefarzt der Kardiologie, ging in seinen Ausführungen auf die Behandlung von Herzkrankheiten ein. Hier besitze das Krankenhaus mit der „Zwei Ebenen Herzkatheteranlage“ eine Besonderheit, denn mit diesem Instrument könne man die Herzkranzadern gleichzeitig aus zwei Richtungen betrachten. "Zwei-Ebenen Herzkatheteranlagen" gebe es bundesweit nur an zwölf Prozent aller Herzkatheter-Standorte.

Abgeschlossen wurde der Besuch des Ostalb-Klinikums mit einer Besichtigung des Herzkatheterlabors und der Psychosomatik unter der Leitung von Dr. Askan Hendrischke.
© Stadt Aalen, 21.04.2005