Geoinformationsveranstaltung im Rathaus: Neuer technologischer Meilenstein bei der Geodatenbereitstellung

Der Oberbürgermeister der Stadt Aalen, Martin Gerlach, konnte kürzlich bei einem GIS- Anwendertreffen über 35 kommunale Vertreter aus Baden-Württemberg und Bayern im großen Sitzungssaal des Rathauses begrüßen. Vertreten waren beispielsweise die Städte Heilbronn, Schwäbisch Gmünd, Ravensburg, Friedrichshafen und Neu-Ulm.

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Vorgestellt wurde ihnen ein technologischer Meilenstein am Beispiel der Zusammenführung von Geodatenstrukturen (GIS) und dem E-Government besonders im Bereich des amtlichen Liegenschaftskatasters (ALKIS) sowie des kommunalen Liegenschaftsnachweises (KLN).

Fragen zum Raumbezug, sogenannte Geoinformationen, haben bei zirka achtzig Prozent der kommunalen Fragestellungen eine wichtige Bedeutung. Der Verknüpfung dieser Raumbezugsdaten mit Verwaltungsdaten (E-Government) wie zum Beispiel Eigentümer, Vertragswesen im kommunalen Liegenschaftsbereich, Verfahrensdaten und Textdaten in der Bauleitplanung kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Damit wird eine Integration und eine Gesamtschau der Informationen gewährleistet.

In der Veranstaltung konnte nun als neuer technologischer Meilenstein der Datenintegration die Zusammenführung der neuen Amtlichen Liegenschaftskatasterdaten (ALKIS) und die kommunalen Liegenschaftsdaten aus Kauf, Verkauf, Pacht, in das kommunale GIS über die Flash Player Technologie demonstriert werden. Mit den zugehörigen Auswertungen stellt die neue Technologie eine wesentliche Erweiterung bei der Bearbeitung dar.

Die Firma Adobe hat deshalb das Geodatenportal Aalen als erstes GIS in ihr weltweites Netz unter flex.org beispielhaft eingestellt.

Philipp Maier, der Leiter des Stadtmessungsamtes, konnte mit seinen Mitarbeitern sowie dem Systemhaus ibb aus Langenfeld eine runde zukunftsfähige Lösung vorstellen, welche künftig bei den Städten eingesetzt wird. In der Veranstaltung wurde deutlich, dass es möglich ist, Geodaten effektiv mit Verwaltungsdaten zu integrieren. Diese integrierten Daten stellen Infrastrukturdaten dar, welche den Standort Aalen stärken.

Das Stadtmessungsamt baut seit Jahren, federführend für die gesamte Stadtverwaltung, in über 40 Themen Geoinformationen auf. Sie stehen den städtischen Mitarbeitern als Arbeits- und Informationsmittel täglich zur Verfügung. Den Bürgern wird darüber hinaus im Internet im Geodatenportal unter aalen.de ein Geodatenangebot gemacht, welches vom Stadtplan über die Katasterkarte, sämtlichen Bebauungsplanen über die Bodenrichtwertkarte bis zu Statistikdaten, reicht. Die täglichen Zugriffe, bei steigender Tendenz, liegen inzwischen bei 1000.
© Stadt Aalen, 09.05.2007