Geplanter ICE-Halt in Aalen

Durch den Resolutionstext der Ostalbbürgermeister zur Unterstützung von Stuttgart 21 wurde bekannt, dass Aalen in Zukunft ICE-Halt werden könnte. Diese Überlegungen waren zum damaligen Zeitpunkt auch der Stadt Aalen neu, weshalb Oberbürgermeister Gerlach die Resolution mangels eines ausreichenden Informationsstandes nicht unterschreiben konnte.

„Die Aussicht, dass in Zukunft ein ICE auf der Strecke Zürich - Singen - Stuttgart - Nürnberg auch in Aalen halten wird, begrüße ich mit Nachdruck und ich werde mich im Sinne der heimischen Wirtschaft und der Aalener Bürgerinnen und Bürger für die Verwirklichung dieser Pläne einsetzen. Zur Zeit lässt sich jedoch nicht abschätzen, wie weit diese Planungen bereits fortgeschritten sind und wie groß die Chancen für eine Verwirklichung stehen, es existieren teils widersprüchliche Aussagen, Tatsache scheint aber zu sein, dass letztendlich die Bahn über den Einsatz der Züge im Fernverkehr entscheidet “, nimmt Oberbürgermeister Martin Gerlach Stellung.

Ein erstes sichtbares Zeichen an die Bürgerinnen und Bürger, dass der Schienenverkehr auch auf der Ostalb fortentwickelt wird, wäre es, wenn die Uraltwaggons sofort gegen zeitgemäße Wagen ausgetauscht werden würden, so das Stadtoberhaupt.

„Die Information, dass Aalen im Zuge des Stuttgart 21 Projektes ICE-Halt werden könnte, kommt einigermaßen überraschend und ich hätte es begrüßt, wenn bereits vor der Eskalation, die wir derzeit leider in Stuttgart beobachten müssen, die Öffentlichkeit über diese Planungen informiert worden wäre. Dies wäre mit Sicherheit ein weiterer Schritt hin zu mehr Akzeptanz von Stuttgart 21 bei den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Teil des Landes gewesen.

Natürlich sehe ich die Chancen für unsere Stadt und die örtliche Wirtschaft bei Verwirklichung der ICE-Pläne und ich werde selbstredend weitere Vorstöße in diese Richtung mit voller Kraft unterstützen“, schließt Oberbürgermeister Gerlach seine Stellungnahme zu dieser Diskussion.
© Stadt Aalen, 12.10.2010