Grabungskampagne beim Limesmuseum beginnt

Mit einer großen Grabungskampagne beginnen die Vorbereitungsarbeiten für die Erweiterung des Limesmuseums in Aalen. Die Arbeiten der Grabungskampagne unter dem Dach des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg beginnen am 29. März 2004.

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Das dreihundert bis vierhundert Quadratmeter große Grabungsfeld befindet sich in Verlängerung des Limesmuseums entlang der St.-Johann-Straße, erläuterte in einem Pressegespräch der Präsident des Landesdenkmalamtes Professor Dr. Dieter Planck. Alle seien gespannt, so Planck, was der Boden erbringe. In den nächsten zweieinhalb Monaten wird in diesem Grabungsfeld nach weiteren Spuren der Römer in Aalen gegraben und geforscht. Die Grabungskosten belaufen sich auf 50 000 bis 60 000 Euro. Sie stehen unter der Leitung von Dr. Ingo Storck, der bereits die wichtigen Grabungen in Heidenheim leitete.

Die Grabungsfläche entspricht der zu überbauenden Fläche des Erweitungsbaus des Limesmuseums, mit dem im Sommer begonnen werden soll. Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle erläuterte die zwei wichtigsten Ziele des Erweiterungsbaus. Zum einen handle es sich um eine Attraktivitätssteigerung für die Besucher und zum anderen solle das didaktische Angebot für Kinder, Schüler und Besucher erweitert und verbessert werden.

$(text:b:Einweihung am 9. September 2005)$

Den Neubau, so das Stadtoberhaupt, wolle man am 9. September 2005 um 17 Uhr einweihen. Dies sei am Vorabend der Reichsstädter Tage 2005, die unter dem Motto „Römer“ stünden. Man habe sich bewusst für diesen Termin entschieden, denn am 30. September des nächsten Jahres werde auch die große Landesausstellung zum Thema Römer in Stuttgart eröffnet.

$(text:b:Planung)$

Der Erweiterungsbau sehe eine 1:1 Rekonstruktion eines Segments einer ehemaligen römischen Reiterbaracke vor, erläuterte Dr. Martin Kempkes vom Archäologischen Landesmuseum. Im Anschluss daran werde eine Back- und Schmiedeofen dargestellt. Außerdem wolle man die museumspädagogische Arbeit durch die multimediale Darstellung des Kastells verbessern. Zum Beispiel werde künftig eine CAD-Konstruktion des Kastells zu sehen sein. Die Erweiterung sehe aber auch eine verbesserte Darstellung des Außengeländes vor. Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle ergänzte in diesem Zusammenhang, dass das Außengelände dann nur noch über den Eingang des Museums erreichbar sei. Das Außengelände werde man einzäunen, um Vandalismus vorzubeugen.

$(text:b:Kosten)$

Die Kosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf 1,48 Millionen Euro. Der Gemeinderat, so Pfeifle weiter, habe dem Bauvorhaben nur deshalb zugestimmt, weil die Landesstiftung Baden-Württemberg eine großzügige Förderung in Höhe von 1,08 Millionen Euro zugesagt habe. Gerade diese Förderung hänge zusammen mit der großen Bedeutung, die das Limesmuseum in Aalen und das Museum in Osterburken im Zusammenhang mit der Ausweisung des Limes zum Weltkulturerbe der UNESCO 2005 habe.
© Stadt Aalen, 16.03.2004