Große Reise ins Feuer - Lesung und Gesprächsrunde mit der Autorin und Rechtsanwältin Seyran Ates

Am Mittwoch, 23. November, 19 Uhr, liest die Deutschtürkin Seyran Ates aus ihrer Autobiographie „Große Reise ins Feuer“ im Paul-Ulmschneider-Saal im Torhaus.

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Seyran Ates ist 1963 in Istanbul geboren und lebt seit 1969 in Berlin. Seit 1997 ist sie selbständige Rechtsanwältin, vor allem auf dem Gebiet Familienrecht und Strafrecht tätig. Mit 21 Jahren wurde sie Opfer eines politischen Anschlags und überlebte nur ganz knapp. Der Anschlag galt allem Anschein nach dem „Frauenladen“ in dem sie arbeitete.

In ihrem Buch schildert Seyran Ates ihr Leben zwischen traditionellem türkischen Familienleben und den Erlebnissen an einer deutschen Gesamtschule in Berlin. Mit 17 Jahren hält sie die Spannungen nicht mehr aus und läuft von zu Hause weg. Für die Familie ein Skandal, für Seyran ein erster Schritt in die Freiheit um ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Seit 1983 engagiert sich Ates in unterschiedlichster Form für Frauenrechte, insbesondere für Migrantinnen. Hierfür wurde sie mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Berliner Frauenpreis. Insbesondere kämpft die Anwältin für eine internationale Ächtung von Zwangsverheiratungen.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, Veranstalter sind der Arbeitskreis Ausländer/Inländer e. V. in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Stadt Aalen und der Volkshochschule.
© Stadt Aalen, 14.11.2005