Großer Bahnhof für die Remsbahn

"Wir sind überpünktlich" betonte Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter für Baden-Württmeberg der Deutschen Bahn AG, als der Sonderzug mit zahlreichen Ehrengästen aus Stuttgart und dem Remstal im Aalener Bahnhof einlief. Damit bezog er sich nicht auf die Pünktlichkeit der Bahn sondern auf das historische Jubiläum der Remsbahn. Denn der erste Zug zwischen Cannstadt und Wasseralfingen verkehrte am 18. Juli 1861 um 7.30 Uhr.

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Einmal mehr hat die Stadt Aalen ihrem Ruf als Eisenbahnknotenpunkt alle Ehre gemacht. Bei der Einfahrt des Jubiläumszugs ging nichts mehr auf dem Bahnsteig. Freudig begrüßt und dicht umlagert von Eisenbahnfans wurden die Honoratioren aus Bund und Land, darunter die beiden Landräte Johannes Fuchs und Klaus Pavel, Georg Brunnhuber und Winfried Mack, allesamt passend gekleidet in Frack und Zylinder. Oberbürgermeister Martin Gerlach erinnerte in seiner Begrüßung an die Bedeutung der Remsbahn für die Entwicklung der Raumschaft. Mit der Sanierung des Bahnhofs rücke diese wichtige Infrastruktureinrichtung in die Mitte der Stadt. "Wenn dann noch die 50 Jahre alten Wagen ersetzt werden, können wir uns auch auf die Zukunft der Bahnstrecke freuen". Modernisierte und schnellere Züge versprach Fricke bis zum Jahr 2013/14. Er dankte den Besuchern für den freundlichen und überschwänglichen Empfang. "Ich wünschte mir, das wäre in Stuttgart genauso". In Bad Cannstadt hatten Stuttgart 21-Gegner den Festzug mit Protestkundgebungen empfangen.
© Stadt Aalen, 17.07.2011
Attraktionen auf dem Aalener Bahnhof: Dampflokomotiven und historische Züge

Vor 2016 keine neuen Züge

Richtung Bopfingen, Crailsheim und Heidenheim verkehrten schon neue Züge, betonte Gerhard Schnaitmann von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Auf der Remsbahn könne mit den notwendigen sechs bis acht neuen Doppelstockzügen erst 2016 gerechnet werden. "Dafür,so tröstete er das Publikum, "habt ihr in Aalen immer einen Sitzplatz, wenn ihr mit dem Silberling nach Stuttgart fahrt."