Heftiger Winter forderte Bau- und Grünflächenbetriebe

Der Leiter des Aalener Bau- und Grünflächenbetriebs Georg Fürst atmet auf. Für ihn und sein Team des Räum- und Streudienstes ist der Winter fast vorbei. „Wenn es noch mal Schnee gibt, bleibt er nicht lange liegen. Für uns beginnt nun der Frühling mit intensiveren Kehrarbeiten, um den Split zu entfernen.“ Dies ist auch die Zeit, um finanziell Bilanz zu ziehen.

Die Wintersaison 2012/13 hatte es in sich. Bereits Ende November und die ersten zwei Wochen im Dezember 2012 hielt der Winter mit kräftigen Schneefällen Einzug. 20 Volleinsätze hatte die gut gerüstete Mannschaft des Bau- und Grünflächenbetriebs in den letzten Wochen des Jahres 2012 zu bewältigen. In manchen Wintern sind in der gesamten Saison nicht so viele Einsätze notwendig. Trotz eines „normalen“ Winters im Frühjahr 2012 werden die im Haushalt 2012 eingeplanten Finanzmittel in Höhe von 904.500 Euro nicht ausreichen.

Das Jahr 2013 folgte mit 24 Volleinsätzen, konzentriert ab Mitte Januar bis in die dritte Februarwoche. Somit wird die Wintersaison 2012/13 mit ihren Schneemengen als weit überdurchschnittlich kräftiger Winter in die Statistik eingehen. 2000 Tonnen Streusalz, 100.000 Liter Salzsole und 150 Tonnen Lavagranulat wurden verbraucht.
Die für das Haushaltsjahr 2013 im Winterdienst eingestellten Mittel in Höhe von 999.100 Euro dürften damit voraussichtlich bis zum Ende des Jahres schon verbraucht sein. Setzt der Winter wie im Vorjahr schon im Dezember ein, wird das Geld für den Winterdienst nicht ausreichen. Noch gut ist das Haushaltsjahr 2005 in Erinnerung, als das eingestellte Budget um mehr als das doppelte überschritten wurde.

Solch ein Winter strapaziert aber nicht nur den städtischen Haushalt. Auch die Mannschaft des Räum- und Streudienstes ist in derart kräftigen Wintern im Dauereinsatz. Hinzu kommt das Anspruchsdenken der Bürgerinnen und Bürger, die zu jeder Zeit und bei allen Witterungsbedingungen gut geräumte Straßen, Übergänge und Wege in der Flächenstadt Aalen erwarten. Manche Anwohner zeigen wenig Geduld, wenn reine Wohnstraßen nur nachrangig bedient werden können.
Aber jetzt freuen sich Fürst und seine Mitarbeiter vom Bau- und Grünflächenbetrieb erst einmal auf den Abschluss der Wintersaison. Der Frühling kann kommen!
© Stadt Aalen, 19.03.2013