Höchste Architekturauszeichnung schmückt Aussegnungshalle

Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler hat gemeinsam mit dem Architekten Marcus Kaestle den Hugo-Häring-Landespreis 2012 an der Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof montiert. Im Oktober war der bedeutendste baden-württembergische Architekturpreis im Schloss Heidelberg überreicht worden.

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Heim-Wenzler und Kaestle brachten den Preis, in Form einer kunstvollen Tafel, an der Außenfassade der Aussegnungshalle an. „Wir sind stolz mit diesem hohen Preis ausgezeichnet zu werden. Dieses gelungene Bauwerk gibt uns den Ansporn auch bei künftigen Bauaufgaben einen hohen Qualitätsanspruch zu erfüllen“, betonte Heim-Wenzler.
Den Waldfriedhof zeichnet vor allem seine angenehme Atmosphäre im Schatten der Bäume aus. Dieses Thema wurde in die Raumgestaltung in Form eines Weidengeflechts an der Decke des Gebäudes mit aufgenommen.
An der vom Stuttgarter Architekturbüro Kaestle, Ocker, Roeder sanierten und umgestalteten Aussegnungshalle überzeugte die Jury, auf wie verblüffend einfache Weise sich Architektur nach 60jähriger Nutzung erneuern kann, ohne die ursprünglichen Qualitäten zu überformen. Dem Abschiednehmenden werde eine Raumstimmung angeboten, die sowohl als Aufbruch als auch als Ort des Rückzugs verstanden werden kann. Die Decke aus Weidengeflecht verleihe dem Raum eine ruhige, freundliche Konzentriertheit.
© Stadt Aalen, 04.02.2013
Innenansicht der Aussegnungshalle

Aussegnungshalle wurde als "nachhaltig schön" bewertet

Der Hugo-Häring-Preis wird in einem zweistufigen Verfahren alle drei Jahre vom Landesverband des Bundes Deutscher Architekten (BDA) vergeben. Schon im Jahr 2011 waren aus 651 eingereichten Bauwerken 137 mit einer Auszeichnung gewürdigt worden, darunter auch die Aalener Aussegnungshalle. Aus diesen hat die Jury 2012 insgesamt neun Projekte für den Landespreis ausgewählt. Die Aussegnungshalle war im Juni 2010 im Fachmagazin „Bauwelt“ vorgestellt und mit dem Kommentar „nachhaltig schön“ bewertet worden. Im März 2009 hatte der Gemeinderat grünes Licht für die Sanierung des Bauwerks durch das Stuttgarter Büro C18 Architekten gegeben. Die Gesamtkosten der Renovierung betrugen 550.000 Euro. Die Aussegnungshalle wurde im Oktober 2009 eingeweiht und mit dem Einbau einer neuen Orgel im Herbst 2010 vervollständigt.