Höhlentherapie findet Zustimmung

Die Höhlentherapie hat Aufnahme in das bundesdeutsche Kurwesen gefunden. Dies berichtete Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle als Präsident des Deutschen Speläotherapie-Verbandes bei der Hauptversammlung am vergangenen Wochenende im fränkischen Pottenstein. Dort kamen die Vertreter der elf Heilstollenstandorte in Deutschland zu ihrer Jahrestagung zusammen.

Der Deutsche Heilbäderverband hatte im vergangenen Jahr die Begriffsbestimmungen für Kurorte geändert und die Höhlentherapie dort verankert. Damit war der Weg für die staatliche Anerkennung in Baden-Württemberg freigeworden. Daraufhin hatte Röthardt im November 2004 das Prädikat „Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb“ erhalten. Pfeifle machte deutlich, dass nun in allen Bundesländern mit Heilstollenstandorten die Bemühungen zur Änderung der Kurortegesetze nach dem Muster Baden-Württembergs betrieben werden müssen.

„Der Gesundheitstourismus ist ein Wachstumsmarkt der Zukunft“, sagte Pfeifle und appellierte an die Mitgliedsorte ihre Kuranstrengungen an den beschlossenen Qualitätskriterien des Verbands auszurichten. Deshalb wurde aus dem Ärztlichen Beirat ein Ausschuss für Qualitätsstandards gewählt, dem aus Aalen die Heilstollenärztin Dr. med. Helene Weber und der Therapie-Initiator Dr. med. Walter Kupferschmid angehören. Der Ausschuss sorgt dafür, dass an allen Heilstollenstandorten den Patienten ein bestmöglicher therapeutischer Nutzen entsteht. Nach dem Erfolg in der Kurortemedizin wird es nach Ansicht des Verbandspräsidenten nun darauf ankommen, die Bemühungen auf den Heilmittelkatalog zu konzentrieren. Allerdings werde er als Präsident diesen Prozess nur noch ein Jahr begleiten können, sagte Pfeifle, der bei der nächsten Hauptversammlung sein Amt abgeben wird. Geschäftsführer Karl Troßbach konnte von einem erfolgreichen Jahr berichten und stellte verstärkte Marketingaktivitäten in Aussicht.
© Stadt Aalen, 26.04.2005