"Ich danke jedem Unternehmer für sein Engagement am Standort Aalen"

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Mit diesen Worten beendete gestern Abend, 20. Mai, Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle sein dreiviertelstündiges Referat über die wirtschaftliche Situation Aalens und der Region Ostwürttemberg anlässlich der 13. Wirtschaftsrunde der Stadt Aalen. An der Wirtschaftrunde nahmen rund 50 Vertreter aus Aalener Unternehmen, öfftenlichen Institutionen und Unternehmensverbänden teil.

Die Wirtschaftsrunde, zu der OB Pfeifle jährlich im Wechsel Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter einlädt, ist ein eingeführter Gesprächskreis, der dem Austausch zwischen Stadt, Unternehmern und Arbeitnehmervertretern dient.

$(text:b:Appell für die Schaffung von Ausbildungsplätzen)$

Pfeifle appelierte an die Vertreter der Wirtschaft, weitere Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Man habe eine gesellschaftspolitische Verantwortung für die junge Generation. Gerade auf dem Gebiet der Ausbildungsplätze verzeichnete die Region einen Rückgang.

In seinem Referat ging das Stadtoberhaupt vor allem auf die dramatische Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland ein, die auch vor den Toren Aalens nicht Halt macht. Die Stadt habe nur bescheidene Einflussmöglichkeiten, diesem Trend entgegenzuwirken. Sein Verständnis sei es, dass die kommunale Wirtschaftspolitik vor den Werkstoren aufhören müsse.

$(text:b:Rahmenbedingungen)$

Die Stadt könne aber vor allem die Rahmenbedingungen für die Betriebe günstig gestalten und ein unternehmensfreundliches Klima schaffen. Er nannte in diesem Zusammenhang die Bereitstellung von attraktiven Gewerbeflächen im Gebiet "Dauerwang" und in Ebnat, die "Lotsenfunktion" des Wirtschaftsbeauftragten, die fundamentale Bedeutung der FH Aalen für die Wirtschaftsunternehmen, die Stärkung des Einzelhandels mit dem Citymanager und halbstündigem freiem Parken, Fortschritte beim Ausbau der B 29 zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie die attraktive Gestaltung der Energiepreise durch die Stadtwerke Aalen. Pfeifle betonte auch, dass die Stadt keinerlei Absichten habe, an der Gewerbesteuerschraube zu drehen.

$(text:b:Auswirkungen auf die Stadt Aalen)$

Der wirtschaftlich negative Trend in Deutschland habe aber auch konkrete Auswirkungen auf die Stadt Aalen. So sei die Stadt Aalen nicht mehr in der Lage, ihren Haushalt auszugleichen, bemerkte OB Pfeifle. Er habe deshalb dem Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen die Einsetzung einer Haushaltsstrukturkommission vorgeschlagen, um dauerhaft den Verwaltungshaushalt um 4,5 Millionen Euro zu entlasten. Dies soll durch Personaleinsparungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro, Ausgabenreduzierungen von 2,1 Millionen Euro und geringfügige Einnahmeerhöhungen in Höhe von 0,7 Millionen Euro geschehen. Das endgültige Paket soll vom Gemeinderat noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

$(text:b:Diskussion)$

Die Wirtschaftsrunde endete mit einer angeregten Diskussion, bei der unter anderem die Themen Ausbildungsplätze, Gewerbesteuer und Gewerbeflächen vertieft wurden.
© Stadt Aalen, 21.05.2003