Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Im Gedenken an die Kriegstoten und die Opfer von Vertreibung und Gewaltherrschaft fanden am gestrigen Volkstrauertag zehn Gedenkfeiern in Aalen statt.

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An der zentralen Veranstaltung am Mahnmal auf der Schillerhöhe erinnerte Oberbürgermeister Martin Gerlach daran, dass der Volkstrauertag ein Tag des Erinnerns und der Mahnung sei, für eine gerechte und friedliche Zukunft. Den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart schlug auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter in seiner Ansprache. Noch immer leiste der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge eine wichtige Aufgabe.

Er pflege Kriegsgräber in 47 Ländern und bringe mehr als 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs zehntausenden Menschen Nachricht vom Verbleib ihrer im Krieg vermissten Angehörigen. Brüchig sei der Frieden etwa im Nahen Osten, " nicht weit von uns entfernt." Kiesewetter erinnerte auch an die Auslandseinsätze deutscher Soldaten, etwa in Afghanistan. "Wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, was es heißt, in Frieden und Freiheit zu leben". Und er mahnte zur Verantwortung gegenüber den Menschen, die in Deutschland Zuflucht vor Krieg und Gewalt suchten. "Im nächsten Jahr könnten es schon 50.000 Menschen aus Syrien sein. Geben wir ihnen Heimat" appellierte Kiesewetter.
© Stadt Aalen, 19.11.2012
v.l.n.r Landrat Klaus Pavel, Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter und Oberbürgermeister Martin Gerlach legen gemeinsam die Kränze nieder.
Gemeinsam legten Oberbürgermeister Gerlach, Bundestagsabgeordneter Kiesewetter, Landrat Pavel mit Vertretern der Reservistenkameradschaft, dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und der Gemeinschaft der Wischauer Sprachinsel Kränze am Mahnmal ab. Zuvor sprach Pfarrer Martin Dörflinger das Gebet. Die Gedenkstunde wurde musikalisch umrahmt vom Städtischen Orchester unter Leitung von Martin Sutter, es sang der Kolpingchor Aalen unter dem Dirigat von Franz-Xaver Klotzbücher.