In Aalen sind stadtnahe Wohnungen gesucht / Preise für Eigentumswohnungen stabil

Spätestens seit der Bebauung des Rieger-Areals in der Aalener Innenstadt ist der Trend zum urbanen Wohnen auch in Aalen ungebrochen. Nach jahrelanger Stadtflucht wird das Wohnen in der Stadt immer beliebter. Die demografische Entwicklung fördert diesen Trend. Jährlich werden 45 Neubauwohnungen verkauft.

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„Die Nachfrage nach Wohnungen in der Kernstadt ist ungebrochen hoch. Die Preise in diesem Marktsegment sind stabil“, so der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Philipp Maier. Die aktuelle Statistik des Gutachterausschusses belegt dies: in den letzten 5 Jahren wurden durchschnittlich jeweils 45 Neubauwohnungen verkauft, was einem jährlichen Erlös von etwa 13 Mio. € entspricht. Im Jahr 2010 waren es sogar 78 Wohnungen.

Wie dynamisch der Aalener Immobilienmarkt ist, zeigt sich mit Blick in die Grundstücksmarktberichte der Nachbarkommunen. Danach wurden im Vergleichzeitraum in Heidenheim durchschnittlich 17 Neubauwohnungen, in Schwäbisch Gmünd gerade einmal sieben veräußert.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Wohnungsbau entspricht den steigenden Beschäftigungszahlen in Aalen. So sind die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse von 2008 mit etwa 28.000 Beschäftigen auf den aktuellen Stand von 31.000 gestiegen. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent (im Januar 2010) auf 4,1 Prozent.

Diese Entwicklung hat positive Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft. Mit der steigenden Nachfrage nach zentrumsnahen Geschosswohnungen wird zugleich die städtische Infrastruktur gestärkt und besser genutzt. Der Demografie innerhalb der Stadt, die künftig einem deutlich stärkeren Wandel unterliegen wird, wird somit positiv begegnet. In Summe verringern sich damit die künftigen Kosten für alle Einwohner Aalens.
© Stadt Aalen, 15.05.2012

Wunsch nach klassischem Ein- und Zweifamilienhaus

Neben dem starken Trend zum urbanen Wohnen gibt es in Aalen aber auch den Wunsch nach dem klassischen Ein- und Zweifamilienhaus. Diesem Wunsch kommt die Stadt Aalen in der Kernstadt und den Teilorten mit dem Verkauf städtischer Bauplätze nach. 2010 wurden knapp 100 Bauplätze und 2011 mehr als 110 Bauplätze veräußert, davon stellte die Stadt Aalen rund die Hälfte der Bauplätze. Die andere Hälfte wurde von Privat oder Firmen verkauft. Damit liegt Aalen auch beim Verkauf von Bauplätzen deutlich vor Schwäbisch Gmünd (55 Bauplätze und Heidenheim (28 Bauplätze) im Jahr 2010. Das Baulückenkataster der Stadt Aalen trägt zum Erfolg des privaten Grundstückmarktes bei. Seit 3 Jahren sind im Geodatenportal der Stadt (www.aalen.de) unbebaute oder nur geringfügig genutzte Grundstücke und Baulücken verzeichnet, soweit die Eigentümer einer Veröffentlichung nicht widersprochen haben. Ziel ist es, dieses Baulandpotential verstärkt als Bauland zu aktivieren und potentiellen Bauherren, Architekten und Immobilienfirmen die Suche nach geeigneten Baugrundstücken zu erleichtern. „Im Sommer stellen wir den aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses vor und damit eine Vielzahl weiterer Zahlen, Preise und Umsätze.“ so Stadtvermessungsdirektor Maier. Soviel vorab: „2011 war wieder ein sehr umsatzstarkes Jahr und der Gesamtimmobilienumsatz in der Stadt Aalen lag, wie schon ein Jahr zuvor, wieder auf Rekordniveau bei rund 122 Mio. Euro.“ Das heißt, dass an jedem Arbeitstag in Aalen Immobilien im Wert von 555.000 € den Besitzer wechseln.