Inklusion

Die Förderung von Kindern mit Behinderungen / Kindern mit besonderem Förderbedarf ist für die Stadt Aalen Aufgabe und Verpflichtung, der sie sich seit Jahren mit viel Engagement stellt.
Dementsprechend werden Kinder mit Behinderungen im Kindergarten grundsätzlich aufgenommen, wenn ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann. Insgesamt werden schon seit vielen Jahren jährlich zwischen 80 und 90 Kinder mit Behinderungen in Regeleinrichtungen integriert und gefördert, Tendenz deutlich steigend!

Aber nicht erst seit der Ankerkennung der UN Behindertenrechtskonvention von 2006, sondern schon 1999 hat der Gemeinderat der Stadt eine wichtige Entscheidung für die Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf zur Integration in Regeleinrichtungen getroffen: Die Einrichtung eines heilpädagogischen Fachdienstes sowohl für die Einrichtungen der kath. Gesamtkirchenpflege als auch für die Einrichtungen in städtischer Trägerschaft. Durch diese Fachdienste werden zur Zeit 15 Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet zusätzlich versorgt. Eltern, deren Kinder andere Einrichtungen besuchen, nehmen die entsprechenden Frühförderstellen in Anspruch.

Diese heilpädagogischen Fachdienste mit ausgebildeten Heilpädagogen und Diplom-Heilpädagogen stehen den Eltern, Kindern und Erzieherinnen der Einrichtungen zur Verfügung. Sie beraten Eltern und Erzieherinnen vor Ort, machen Entwicklungs- oder / und Schuleingangsdiagnostik, erstellen gemeinsam mit den Beteiligten Förderpläne, bieten gezielte Angebote für Kleingruppen, erstellen Gutachten für die Bewilligung von Eingliederungshilfen und vermitteln weitere Unterstützung für Eltern und Kinder.

Betreuung in Regeleinrichtungen:

  • Eingliederungshilfe nach § 54 SGB XII: Diese kann beim Landratsamt durch die Eltern beantragt werden. Das pädagogische Team des Kindergartens bzw. der Heilpädagogische Fachdienst stehen den Eltern hierbei zur Seite. Die Förderung erfolgt durch Gewährung finanzieller Pauschalen entsprechend der Sozialhilferichtlinien Baden Württemberg für pädagogische und/oder begleitende Hilfen in Kindertageseinrichtungen: Diese betragen seit einigen Jahren unverändert monatlich 460 € bzw. 308 € (zusammen maximal 768 €). Mit diesem Geldbetrag stellt der Träger dann pädagogische Fachkräfte in einem Stundenumfang von 4,5 – 10 Stunden zur Integrationsbegleitung des Kindes ein.

  • Integrative Gruppen in Kindergärten: Der Kindertagesbetreuungsplan der Stadt Aalen sieht eine weitere, gezielte Unterstützung vor, um auf den besonderen Förderbedarf der Kinder eingehen zu können: Bei Aufnahme eines oder mehrerer behinderter Kinder kann die Platzzahl in der Gruppe reduziert werden. Sollte dies nicht möglich sein, kann die personelle Besetzung - in Abstimmung mit der Stadt Aalen - aufgestockt werden. Ob eine Behinderung vorliegt und welcher höhere Bedarf an Personal- und Sachaufwand im Einzelfall besteht, wird vor Ort vom Träger und den Fachkräften der Einrichtung in Kooperation mit Fachstellen (z.B. Frühförderstelle) geklärt.

    Um für diese Kinder die bestmögliche Förderung und Integration zu erreichen, ist darüber hinaus eine Eingliederungshilfe über den Jugendhilfeträger (Landratsamt), wo immer dies möglich ist, anzustreben.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt finden aber auch die klassischen Sondereinrichtungen mit dem entsprechenden Fachpersonal im Kindertagesbereich:

  • den Schulkindergarten Rosengarten mit einer Intensivkooperationsgruppe
    Er betreut und fördert etwa 25 Kinder mit Besonderheiten ab dem zweiten Lebensjahr, die aufgrund einer verzögerten Entwicklung (motorisch, kognitiv und/oder sprachlich) oder wegen einer Körper- oder Mehrfachbehinderung verstärkt individuelle Hilfe brauchen. In der integrationsgruppe erleben 12 Kinder ohne und 8 Kinder mit Besonderheiten gemeinsam ihren Kindergartenalltag. In allen Gruppen werden die Kinder entsprechend ihres individuellen Entwicklungsstandes und ihren speziellen Bedürfnissen gefördert. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Pädagoginnen, Sonderpädagogen, Physio-, Reit-, und Ergotherapeuten an der positiven Entwicklung der Kinder.
    Schlossstraße 29
    73433 Aalen-Wasseralfingen
    Tel: 07361 73000
    Fax: 07361 75723
    E-Mail: skiga.aalen@reha-suedwest.de
    Internet: www.reha-suedwest.de/rosengarten

  • den Schulkindergarten der Lebenshilfe mit zwei Intensivkooperationsgruppen
    Hier werden derzeit etwa 35 Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderung und 20 Kinder ohne Behinderung gefördert und betreut.
    Die kleineren Gruppen und die höheren Personaldichte bieten ideale Voraussetzungen, jedes Kind individuell entsprechend des Entwicklungsstandes zu fördern.
    Die Kinder erfahren Akzeptanz, Wertschätzung und einen Rahmen, der Sicherheit bietet.

    Kontaktadresse:
    Lebenshilfe Aalen e. V.
    Schulkindergarten Tausendfüßler
    Karl- Kopp-Str. 2
    73433 Aalen- Wasseralfingen
    Tel.: 07361/ 7809215
    Fax: 07361/ 780929
    E-Mail: kiga@lebenshilfe-aalen.de
    Internet: www.lebenshilfe-aalen.de

  • den Schulkindergarten für Erziehungshilfe mit Intensivkooperationsgruppe im Aufwind Kinderzentrum
    Begleitung von Kindern im Altern von 3 Jahren bis zum Schuleintritt mit besonderem Förderbedarf in kleinen Gruppen bis zu 13 Kindern mit klaren Strukturen und Rahmenbedingungen.
    Kontaktadresse:
    Regine Schneider
    Bertha-von-Suttner-Weg 2
    73431 Aalen
    Tel.: 07361 / 936511
    E-Mail: schulkindergarten@aufwindev.org

  • Schulkindergarten für blinde und sehbehinderte Kinder mit mehreren Behinderungen der Nikolauspflege
    Winfried Bendig
    Siebenbürgenweg 9
    89518 Heidenheim
    Tel.: 07321 / 2723-0
    Fax: 07321 / 2723-27
    Internet: www.nikolauspflege.de

Verschiedene Frühförderstellen und Beratungsstellen



Das Projekt Schulreifes Kind mit den Präventivklassen in Hofen und an der Greutschule


Es ist eine gewachsene Tradition in Aalen, dass diese Einrichtungen eng miteinander, mit den Frühförderstellen, den Fachdiensten und den Regeleinrichtungen zusammenarbeiten, um den Kindern mit besonderem Förderbedarf die besten Entwicklungschancen bieten zu können.
Für die Fachkräfte, welche die besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe übernommen haben, werden regelmäßige Treffen zum fachlichen Austausch angeboten.

Fachtag Inklusion am 24.10.2014

Vortrag von Timm Albers "Verschiedenheit macht schlau, Gemeinsamkeit macht stark"

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