"Innovative Tat der Stadtwerke Aalen, die der Umwelt zugute kommt."

Als innovative Tat, die der Umwelt zugute komme, bezeichnete Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes (BHKW) der Stadtwerke Aalen in der Greutschule.

(© )
Durch dieses BHKW könne man jährlich 125 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zur bisherigen Wärmeversorung einsparen, so Pfeifle weiter.

Mit dem neuen BHKW versorgen die Stadtwerke Aalen versorgen seit Januar 2004 die Greutschule, die Greuthalle, das Rettungszentrum mit Bauteil 1 und 2 (Fuhrpark und Netzleitstelle DRK sowie Gerätehaus und Trockenraum) das Deutsche Rote Kreuz und 25 Seniorenwohnungen aus einer neuen Heizzentrale mit Wärme.

Die bisherigen Heizungsanlagen in der Greutschule, in der Greuthalle und im Rettungszentrum sind in die Jahre gekommen und waren allesamt sanierungsbedürftig.

Die Stadtwerke erstellten ein Wärmeversorgungskonzept, welches umweltgerechten und zugleich wirtschaftlichen Aspekten Rechnung trägt.
Als Lösung erarbeitete Andreas Bertuch- Planungsingenieur und Abteilungsleiter im Bereich Planung und Betrieb Wärme der Stadtwerke Aalen- ein Nahwärmekonzept, welches eine zentrale Wärmeerzeugung in der Greutschule vorsieht. Die benötigte Wärme wird dort von einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und zwei Niedertemperaturkesseln erzeugt. Über ein Nahwärmenetz werden dann die Greutschule, die Greuthalle, die Büroräume des Deutschen Roten Kreuzes einschließlich des Rettungszentrums und die 25 Seniorenwohnungen mit Wärme versorgt. Das BHKW deckt ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs ab und erzeugt jährlich rund 610.000 Kilowattstunden Strom.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt und Verkehr finanziell in Höhe von 36.000 Euro gefördert. Es handelt sich um das Förderprogramm „Klimaschutz-Plus“ und dient der Förderung von CO2-mindernden Maßnahmen. Die Investitionen lagen bei 300.000 Euro zuzügl. Mehrwertsteuer.

Die Vorteile dieses Modells liegen auf der Hand: Die Wärme wird umweltschonend erzeugt. Gleichzeitig reduzieren sich die Wärmekosten für die Wärmekunden. Das gesamte Dienstleistungsspektrum Planung, Bauleitung, Betrieb und Störungsbeseitigung erfolgt aus einer Hand durch die Stadtwerke Aalen. Hierbei ist nicht ausser Acht zu lassen, dass örtlichen Fachbetrieben und Handwerkern die Aufträge zum Bau der Anlage erteilt wurden.

$(text:b:Wärmecontracting)$

Unter Wärmecontracting versteht man die vertraglich geregelte Lieferung von Raumwärme für Gebäude bis hin zur Prozesswärme für die Industrie. Die Stadtwerke Aalen bieten diese Energiedienstleistung Gemeinden, Wohnbaugesellschaften und Betrieben an. Man unterscheidet zwei Arten des Wärmecontractings, das auch Wärmedienstleistung genannt wird:
Das Eigentümermodell und das Betriebsführungsmodell. Beim Eigentümermodell (auch Anlagencontracting genannt) sind die Stadtwerke Aalen Eigentümer der Wärmeerzeugungsanlage, jedoch nicht des Gebäudes. Je nach Vertragsumfang planen, errichten, betreiben und finanzieren sie in eigener unternehmerischer Verantwortung in Kombination mit Partnern aus der Region (Planern, Architekten, Heizungs-, Wohnungsbauern…) die Wärmeerzeugungsanlage des Gebäudeeigentümers. Die Bedingungen werden in Wärmelieferungsverträgen festgeschrieben, die für jedes Objekt individuell ausgearbeitet werden. Bis zum Ende der Lebensdauer der Wärmeerzeugungsanlage beziehungsweise einer vertraglich vereinbarten Laufzeit bleibt die Anlage im Eigentum der Stadtwerke Aalen. Die gelieferte Wärme rechnen sie dann mit dem Hauseigentümer ab.

Beim Betriebsführungsmodell bleibt der Hauseigentümer auch Eigentümer der Wärmeerzeugungsanlage. Die Stadtwerke Aalen übernehmen als Wärmelieferant den Betrieb, die Wartung und Instandhaltung der Anlage. Die Abrechnung der gelieferten Wärme kann genauso erfolgen wie beim Eigentümermodell.
© Stadt Aalen, 02.03.2004
Die Spitzenlastkessel mit Brenner

Für wen interessant?

Oftmals hat man wenig Geld, Zeit und Kompetenz, um die eigene Heizung zu planen und später Energie sparend und umweltschonend zu betreiben. Eigentümer und Mieter haben oft unterschiedliche Interessen: Der Betreiber der Heizungsanlage kann die Heizkosten auf die Mieter umlegen und ist dadurch wenig motiviert, eine verbrauchs- und kostengünstige Heiztechnik einzubauen. Im Gegenzug dazu ist der Contractor beziehungsweise Wärmelieferant gezwungen, die Wärmeerzeugungsanlage über die gesamte Laufzeit mit der größtmöglichen Effizienz zu betreiben. Dies liegt daran, dass die Anlagen über die gesamte Betriebszeit mit einem bestimmten Wirkungsgrad kalkuliert sind. Würden diese unter den kalkulierten Wirkungsgraden – also wenig effizient – betrieben, müsste der Contractor finanziell dazulegen. Außerdem tragen die Stadtwerke über die gesamte Laufzeit der Anlage das Risiko. Wartung und Instandhaltung liegen in ihrem Verantwortungsbereich. Zudem bieten sie mit ihrem 24-stündigen Bereitschaftsdienst eine sehr hohe Versorgungssicherheit.