Interkommunales Gewerbegebiet Zweckverband Dauerwang: Änderung des Bebauungsplans im Bereich des ehemaligen Hollandgärtners

Die Zweckverbandsversammlung tagt am 2. März 2005 um 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses in Aalen. Zentraler Tagesordnungspunkt ist der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Dauerwang II“ im Bereich des ehemaligen Hollandgärtners.

Für das Planungsgebiet liegt der rechtskräftige Bebauungsplan Dauerwang II aus dem Jahre 1998 vor. In diesem Bebauungsplan wird ein Sondergebiet Gartencenter mit Freizeitpark festgesetzt. Damit sollte der seit Anfang der 60er Jahre dort betriebene Garten- und Freizeitpark „Hollandgärtner“ planungsrechtlich gesichert werden. Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes konnte noch davon ausgegangen werden, dass sich die Anlage weiterentwickelt und wirtschaftlich eine Zukunft erhält. Nach sechs Jahren zeigt sich aber, dass diese potentielle Entwicklung nicht eingetreten ist.

Der Betrieb des Gartencenters wurde eingestellt. Die baulichen Anlagen dienen nun überregionalen „Eventveranstaltungen“ (Musik, Party).

Das Potential der ausgewiesenen Bauflächen, an diesem attraktiven Standort, wird damit aber nicht genutzt.

Die Etablierung von anderen SO-Nutzungen ist gescheitert. Die Ansiedlung von alternativen SO-Nutzungen scheiterte daran, dass wenig Interesse von Investorenseite gezeigt wurde. Dies auch im Hinblick darauf, dass die innenstadtrelevanten Sortimente nicht platziert werden können.

Um diesem Dilemma zu entgehen, und um das Interkommunale Gewerbegebiet Aalen/Essingen als den regional attraktiven Gewerbestandort zu stärken, stellt die Ausweisung eines Gewebegebietes die Lösung zur Aktivierung des vorliegenden Baulandes dar.

Neben dem Ziel der Bereitstellung von Gewerbegrundstücken mit flexibler Größe, wird den Anforderungen an Natur und Landschaft, wie bisher auch, voll Rechnung getragen.

Deshalb wird nur die Art der baulichen Nutzung, von Sondergebiet in Gewerbegebiet, geändert.

Sämtliche anderen Planungs- und bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des rechtkräftigen Bebauungsplanes bleiben unverändert. Das gilt auch im Hinblick auf die Festsetzungen zur Grünordnung mit der Ausweisung der Maßnahmeflächen zur Pflege und Erhaltung der Natur.

Damit wird das Ziel erreicht, gewerbliches Bauland auszuweisen, ohne neue Flächen im Außenbereich zu verbrauchen.

-Revitalisierung von Bauland entspricht sparsamen Umgang mit Grund und Boden-.

Mit diesem Bebauungsplan werden anstelle von SO-Flächen nunmehr GE-Flächen natur- und landschaftsverträglich ausgewiesen.

© Stadt Aalen, 28.02.2005