Jugend- und Nachbarschaftszentrum "Container" der Weststadt

Ein Jahr Jugend- und Nachbarschaftszentrum „Container“ als Interimslösung

Am 9. Oktober 2003 wurde das Jugend- und Nachbarschaftszentrum für das Publikum geöffnet. Seit diesem Tag halten sich durchschnittlich über 40 verschiedene Jugendliche im Laufe des Tages in den Räumlichkeiten auf. Die Mehrzahl der Besucher ist zwischen zwölf und 17 Jahre alt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass es sich bei den Heranwachsenden nicht nur um Mitglieder eines Kulturkreises handelt: So treffen sich hier jugendliche Aus- und Übersiedler mit türkischen-, italienischen-, arabischen- und deutschen Jugendlichen. Vereinzelt aufgetretene Konflikte im Jugend- und Nachbarschaftszentrum konnten bisher immer verbal gelöst werden.

Die grundsätzliche Idee, die anfallenden Thekendienste von ehrenamtlichen Mitarbeitern erledigen zu lassen und somit weitreichende Öffnungszeiten zu erreichen, gestaltet sich immer noch als schwierig. Es gibt nur einen kleinen Personenkreis, der bereit ist, seine Freizeit mit heranwachsenden Jugendlichen zu verbringen und andere Ehrenamtliche sind schon selbst in der Jugendvereinsarbeit sehr stark eingebunden.

$(text:b: Vielfältiges Programm)$
Seit Eröffnung des Jugend und Nachbarschaftszentrums fand bis zu den Sommerferien mindestens einmal im Monat eine Party statt. Durch die zentrale Lage mitten im Wohngebiet mussten die Partys um 22 Uhr beendet werden, so dass durch diese Einschränkung seitens der Jugendlichen keine Anfragen für weitere Partys eingingen.

Jeden letzten Donnerstag im Monat wird gemeinsam gekocht. Hierbei konnten auch Eltern für die Mitarbeit gewonnen werden, die die Jugendlichen in ihre (spanische, italienische, türkische) Kochkultur einführten.

Durch unsere technische Ausstattung war es möglich, am Film-Projekt der Initiative für sicheres Aalen (ISA) teilzunehmen. Über einen Zeitraum von einem dreiviertel Jahr wurden Filme gedreht, geschnitten, vertont und im Kinopark Aalen vorgeführt. Die Jugendlichen waren bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung maßgeblich beteiligt.

Bei der Einweihung der Kräuterspirale beim Kindergarten Milanweg am 1. Mai halfen Jugendliche sowohl beim Bau als auch beim Grillen und dem Getränkeverkauf ganz selbstverständlich mit.

Zu Beginn der Sommerferien wurde auf dem benachbarten Kleinspielfeld bei der Hofherrnschule ein Hobbyfußballturnier durchgeführt. Mit acht teilnehmenden Teams aus der Weststadt war auch dies ein riesiger Erfolg.

Beim diesjährigen Stadtteilfest bei der Hofherrnschule beteiligte sich die „Containerjugend“ mit einer Saft- und Eisbar. Weiterhin wurde das Spielmobil und die Hüpfburg von Jugendlichen beaufsichtigt.

Die Spielgeräte beim Rombachbad wurden während des Landesschwimmfestes drei Tage und Nächte von den eingeteilten Jugendlichen betreut und bewacht.

Da die TSG Hofherrnweiler leider über keinen eigenen Kraftraum verfügt, trifft sich eine zehnköpfige Trainingsgruppe zweimal wöchentlich in der Turnhalle in Fachsenfeld. Dort werden die Fitnessgeräte bis zur totalen Erschöpfung von den Jugendlichen in Anspruch genommen.

Herr Prof. Dr. Ulrich Holzbaur veranstaltete im Frühjahr dieses Jahres eine Fortbildung im Bereich Projektmanagement. Mit einer großen Teilnehmerzahl konnte das erste Projekt in der Erwachsenarbeit im Container veranstaltet werden. Nach wie vor können sich Interessierte für Kurse im Jugend- und Nachbarschaftszentrum melden.

$(text:b: Tage an der Ostsee)$
Schöne und erlebnisreiche Tage erlebten zehn Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus der westlichen Vorstadt im August an der Ostsee. Die Unterbringung fand in einem der bekanntesten Feriendörfer der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik statt: Dem Feriendorf Claus Störtebeker. Für die Teilnehmer stand das gemütliche Ausspannen am Strand und Abende am Lagerfeuer im Vordergrund. Das Betreuerteam wollte den Jugendlichen aber auch andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung nahe bringen und so führten verschiedene Ausflüge nach Rostock, Stralsund und den Nationalpark Darß. Trotz anfänglicher Skepsis konnte allen Jugendlichen Backsteingothik, Kunstschätze und Museen der Hansestädte gezeigt und neues Wissen vermittelt werden. Alle Teilnehmer waren traurig, dass das Quartier schon nach einer Woche geräumt werden musste. Einvernehmlich herrschte die Meinung, dass die Ostsee bei solchen Temperaturen einen tollen Urlaub garantiert und so eine Reise unbedingt wiederholt werden soll.

Im kommenden Jahr werde der Leiter des Nachbarschaft- und Jugendzentrums Reiner Peth gemeinsam mit Herrn Schumschal, Gewaltpräventionsstelle des Ostalbkreises, verschieden Projekte an der Hofherrnschule und im Jugend- und Nachbarschaftszentrum durchführen.

$(text:b: Jugendbeauftragter)$
David Strässer ist neuer Jugendbeauftragter der Weststadt. Die bisherige Jugendbeauftragte Martina Kolb konnte ihr Ehrenamt aus beruflichen Gründen nur bis zum Sommer dieses Jahres ausüben. Als Nachfolger wurde David Strässer von Johanna Kuhne, Leiterin des Amtes für Soziales, Jugend- und Familie eingesetzt.


$(text:b: Öffnungszeiten)$
Das Jugend- und Nachbarschaftszentrum hat momentan für Gruppenarbeit dienstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten im offenen Treff sind: Mittwoch von 14 bis 19.30 Uhr, Donnerstag von 15 bis 22 Uhr, Freitag von 13 bis 19.30 Uhr, einmal im Monat samstags von 14 bis 1 Uhr. Eine Erweiterung der Öffnungszeiten wäre wünschenswert, lässt sich aber mangels Personal derzeit nicht realisieren.
© Stadt Aalen, 27.11.2003