Kein Kaufgebot für Wasseralfinger Bahnhof

Der Verein Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ wird den Wasseralfinger Bahnhof nicht erwerben. Die Finanzierung kann nicht gestemmt werden. Dies beschloss der Vorstand des Vereins unter Vorsitz von Oberbürgermeister Martin Gerlach und im Beisein von Ortsvorsteher Karl Bahle am gestrigen Donnerstagabend einmütig.

Das Bundeseisenbahnvermögen will schon länger das Bahnhofsgebäude in Wasseralfingen veräußern. Mit der Dauerleihgabe des SHW-Museumsbestands an die Stadt Aalen sind Überlegungen entstanden, die Exponate im Rahmen einer Konzeptidee „Erlebniswelt Eisen“ im Bahnhof zu präsentieren und damit eine enge Verbindung zum Besucherbergwerk herzustellen. Bis heute, Freitag, 21. April hätte ein Kaufangebot an das Bundeseisenbahnvermögen abgegeben werden müssen. Dazu sah sich der Verein nicht in der Lage.

In Gesprächen mit dem Stadtverband für Sport und Kultur, dem Bund für Heimatpflege und dem Verein Wasseralfinger Schloss war ein Trägerverein für die Umsetzung des Projekts unter Beteiligung der Bevölkerung angedacht worden. Trotz der Signale aus diesen Vereinen dem Trägerverein beizutreten, sahen die Vertreter des Bergwerksvereins keine tragfähige Grundlage für ein finanzielles Engagement. Nach groben Kostenschätzungen geht es um eine Gesamtinvestitionssumme (Kauf und Sanierung) von 600 000 bis 800 000 Euro. Selbst bei einer hälftigen Förderung der Maßnahme durch Zuschüsse verbleibt noch eine erhebliche Finanzierungslücke, die nach Einschätzung des Vorstands auch durch Spenden, Bausteinaktionen und Sponsoring nicht zu schließen wäre.

Grundsätzlich will man jedoch an der Projektidee „Erlebniswelt Eisen“ festhalten und diese in modifizierter Form im „Tiefen Stollen“ weiterverfolgen.
© Stadt Aalen, 21.04.2006