Keine Zwischenlösung möglich - Wenn Eishalle in Aalen, geht es nur mit Neubau

Die Aalener Eishalle bleibt auch in diesem Winter geschlossen. Der bauliche Zustand des Gebäudes lässt keinen Betrieb zu. Dies gilt sowohl für die Dachkonstruktion als auch für die Eistechnik, erklärt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

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„Es geht nicht um Schneelast“, stellt Erwin Utz von der Stadtverwaltung klar und widerspricht Stimmen, die den festgestellten Sanierungsbedarf für übertrieben halten. „Die Stahlkonstruktion ist in so schlechtem Zustand, dass die Standsicherheit nicht mehr nachweisbar ist“. Bereits im vergangenen Mai hatte der für die Sicherheit in der Halle verantwortliche Leiter der Gebäudewirtschaft, Erwin Utz in der Gemeinderatssitzung auf den desolaten Zustand der Halle hingewiesen.

Schon eine kräftige Windböe kann ein Stück Dach durchbrechen lassen. Die Zersetzung der Pfetten, das sind die Stahlteile, auf denen das Dach aufliegt, schreitet weiter voran. Überall auf dem Hallenboden zeugen abgesprengte Rostteile von dem Prozess. Jeden Augenblick könnten sich die Pfetten ganz lösen und herabstürzen.
© Stadt Aalen, 11.08.2008
Durchgerostete Pfetten

Erneuerung der Eistechnik ebenfalls notwendig

Und selbst ohne Dach kann die Halle nicht ohne erneuerte Eistechnik in Betrieb genommen werden. Die Eisbahn GmbH hatte wohl 2005 mit der Sanierung der Eisbereitungsanlage begonnen und im ersten Abschnitt den Anschluss des Pistenkollektors erneuert. Die Arbeiten am Maschinenhaus im zweiten Bauabschnitt wurden einige Monate später eingestellt als klar wurde, dass die Halle geschlossen werden müsse. 2008 bestätigte das Gutachten eines Fachplaners die Vermutung, dass die Anlage aus wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Gründen zu erneuern wäre. Das Konzept sieht vor, den Sekundärkreislauf auf Sole umzustellen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 320.000 €.