Kellerhaus-Knotenpunkt wird optimiert

Der Geschäftsbereich Straßenbau des Landratsamts Ostalbkreis erstellt bis Herbst dieses Jahres eine sogenannte "amputierte" Ampel an der Kellerhaus-Einmündung in Aalen-Oberalfingen. Ab Anfang 2015 soll außerdem mit dem vierspurigen Ausbau der B 29 zwischen der Brücke über die Gemeindeverbindungsstraße nach Goldshöfe und der Autobahnanschlussstelle der A 7 bei Westhausen begonnen werden.

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"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und zuversichtlich, dass wir mit unserer Absprache zum ersten Mal eine realistische Möglichkeit zur baulichen Optimierung dieses Bereiches der B 29 erreicht haben", freute sich Landrat Klaus Pavel nach dem Abstimmungsgespräch im Aalener Landratsamt, an dem neben Abteilungspräsident Konradin Heydt, Abteilungsdirektor Gert Schönwälder und Jürgen Holzwarth, Leiter des Referats Straßenplanung, vom Regierungspräsidium Stuttgart auch die Aalener Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher teilgenommen hatten. Auf der Grundlage der von der Stadt Aalen bereits erlassenen verkehrsrechtlichen Anordnung wird der Geschäftsbereich Straßenbau des Landkreises eine sogenannte amputierte Ampel an der Einmündung Nördlinger Straße (L 1029) / B 29 in Aalen-Oberalfingen erstellen.

"Selbstverständlich wissen wir um die möglichen Auswirkungen einer Ampelanlage auf den Verkehrsfluss. Nichtsdestotrotz sehen wir den Bau einer amputierten Anlage als Sofortmaßnahme, um die Unfallsituation vor Ort zu entschärfen", erläutert Pavel den Lösungsansatz. Für die Autofahrer bedeutet dies konkret, dass auf der Westumgehung aus Richtung Hüttlingen kommende Fahrzeuge ohne Ampel rechts in Richtung Kellerhaus abbiegen können. Aus Richtung Kellerhaus kommend wird die Fahrspur geteilt in eine Links- und Rechtsabbiegespur. Dazu ist eine Fahrbahnverbreiterung notwendig, die dann für die Rechtsabbieger ohne Ampelsignal im Sinne einer Einfädelspur auf die B 29 Richtung A 7 weitergeführt wird. Linksabbieger aus Richtung Kellerhaus, die in die B 29 in Richtung Hüttlingen einfahren wollen, werden durch ein Ampelsignal geleitet. D. h. sie erhalten auf Anforderung eine kurze Grünphase. Da das Regierungspräsidium Stuttgart derzeit keine Ressourcen zur Verfügung hat, wird die Kreisverwaltung die Planung übernehmen.

Die Ampellösung stelle aber nur eine Übergangslösung dar, so der Landrat: "Wir haben diese Maßnahme im Sinne der Verkehrssicherheit für alle Linksabbieger verabredet, weil wir uns zugleich auf eine weitere bauliche Optimierung der B 29 zwischen der Brücke über die Gemeindeverbindungsstraße Oberalfingen - Goldshöfe und dem Autobahnanschluss bis zum Jahr 2015 geeinigt haben. Mit Blick auf die fehlende Leistungsfähigkeit gibt es nur die Möglichkeit des Ausbaus." Auf diesem Streckenabschnitt soll die B 29 deshalb vierspurig angelegt werden. Außerdem ist im Bereich der Einmündung B 29 / B 290 in Richtung Ellwangen ein sogenannter U-Turn, also eine Wendemöglichkeit, vorgesehen. Damit soll künftig das Linksabbiegen an der Kellerhaus-Kreuzung in Richtung Hüttlingen ausgeschlossen werden.

Auch für diese Ausbaumaßnahme wird der Geschäftsbereich Straßenbau des Landratsamts die Planung übernehmen. "Bis Ende 2014 wollen wir die Planung und das Genehmigungsverfahren abgeschlossen haben, so dass wir Anfang 2015 mit dem Bau beginnen können." Schon jetzt wollen die Planer beim Landratsamt einen späteren Anschluss zur Erschließung des Gewerbegebietes Goldshöfe und zur verbesserten Anbindung der Gemeinde Hüttlingen berücksichtigen. Ein solcher Anschluss ist Teil eines mittelfristigen Konzepts zur Beseitigung der Bahnübergänge Goldshöfe und Wagenrain, an dem auch die Stadt Aalen maßgeblich beteiligt ist.
© Stadt Aalen, 28.02.2012

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