Kinder aus Tschernobyl zum 20. Mal in Aalen

Oberbürgermeister Martin Gerlach hat am 28. Juli 2010 eine Gruppe von Kindern aus dem weißrussischen Mogiljow empfangen.

Die 21 Kinder stammen alle aus bedürftigen Familien und sind zur Erholung von den Folgen des Reaktorunglücks in Tschernobyl für 4 Wochen zu Gast in Aalen. Sie sind mit ihren vier Begleitpersonen im Naturfreundehaus am Braunenberg untergebracht. Die frische Luft und gesunde Ernährung stärken das Immunsystem der Kinder nachhaltig. Kostenlose Besuche im Freibad, Hallenbad, Tiefen Stollen und dem Limesmuseum runden den Aufenthalt ab.

Der Besuch wird ermöglicht durch die ehrenamtlich tätige Initiative „Aktion Tschernobylkinder Aalen“. Die Vorsitzende Gerda Deißler dankte der Stadt für die andauernde Unterstützung. „Wir sind stolz, den Besuch bereits zum 20. Mal durchführen zu können. Im weiten Umkreis von Ulm bis Stuttgart ist Aalen die einzige Stadt, in die noch Kinder aus Tschernobyl kommen. Was wir von den Kindern zurückbekommen, trägt unser Ehrenamt. Deren Freude kehrt ins eigene Herz zurück.“

„Ich freue mich sehr, dass Sie mit großem Engagement seit 20 Jahren den Besuch ermöglichen und Kindern dadurch ein Stück Lebensfreude zurückgeben“ freute sich Oberbürgermeister Martin Gerlach. Anschließend lud er die Gruppe zu einem schwäbischen Mittagessen in das Bürgerspital ein.

Nach der Reaktorexplosion von 1986 wurde die radioaktive Wolke über Mogiljow abgeregnet. Die Stadt mit 400.000 Einwohnern leidet noch heute unter den Folgen.
© Stadt Aalen, 28.07.2010