Kooperation Kindergarten/Grundschule: Fachnachmittag mit neuen Impulsen

Nach dem „Betreuungsgipfel“ 2009 und dem Fachtag zu frühpädagogischer Bildung 2010 hat die Stadt Aalen erneut zu einer hochkarätigen Veranstaltung im Bereich Bildung und Betreuung eingeladen. Das Fachpublikum war zahlreich vertreten. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten wichtige Ansätze, wie der Kooperation von Kindergarten und Grundschule in Aalen neuer Wind und frische Impulse verliehen werden können.

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Oberbürgermeister Martin Gerlach begrüßte die Vertreter aller 14 Aalener Grundschulen und 45 Kindertagesstätten. Es sei in dieser Form bisher einmalig, dass die Aalener Pädagogen aus Kindergarten und Grundschule in solch großer Zahl gemeinsam an einem Tisch sitzen: Dies unterstreiche den außergewöhnlich hohen Stellenwert, den die Partnerschaft bei beiden Institutionen genieße.

Das Stadtoberhaupt betonte, die Stadt Aalen sei ein „Musterschüler“ in Sachen Bildung und Betreuung: Erst kürzlich habe der Gemeinderat ein neues, umfangreiches Paket mit rd. 1,1 Mio. € geschnürt: Die Aalener Kitas freuen sich über 18 weitere Personalstellen, zudem wurde die Trägerfinanzierung weiter verbessert. Mit 23,1 Millionen investiert die Stadt Aalen rund 15 % des jährlichen Haushaltsvolumens in Bildung und Betreuung. „Die Stadt setzt damit Maßstäbe, die Aalen zu den Klassenbesten im Land Baden Württemberg macht.“

Sozialbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher stimmte das Publikum in die fachliche Thematik ein: Fehrenbacher verwies auf die vielfältigen, beispielhaften Formen der Kooperation in Aalen, verhehlte aber auch nicht, dass aufgrund erster wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesem Feld nach wie vor großer Handlungsdruck bestehe.
© Stadt Aalen, 25.01.2012

Intensivierung der Zusammenarbeit beider Bildungssysteme

Schulamtsdirektorin Elke Weccard vom Staatlichen Schulamt Schwäbisch Gmünd äußerte sich lobend über die Pilotfunktion der Stadt Aalen in Sachen Kooperation und betonte, dass diese vor allem vom Engagement der Akteure von Kindergarten und Grundschule lebe. Elke Weccard gehört der vom städtischen Amt für Soziales initiierten Projekt-gruppe an, die sich seit nunmehr zwei Jahren verstärkt mit Intensivierung der Zusammenarbeit beider Bildungssysteme befasst. Renate Niesel, Staatsinstitut für Frühpädagogik München, beleuchtete in ihrem vielbeachteten Impulsvortrag „Übergänge gestalten“ die vielfältigen Facetten einer gelingenden Kooperation. Der Diplom-Psychologin zufolge ist Kooperation eine von allen Beteiligten verantwortete, zielgerichtete, und konkurrenzarme Zusammenarbeit. Im Vordergrund stehe dabei das „sich Kennen und Verstehen Lernen“, die Entwicklung einer Dialogkultur und das Ernstnehmen der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Die Teilnehmer nutzten ausgiebig die Möglichkeit, weiter miteinander ins Gespräch zu kommen und intensiv über die hoch interessanten Thesen des Vortrages zu diskutieren. Entstanden sind bereits erste Ideen zur Umsetzung neuer, gemeinsamer Projekte. Einhelliges Fazit: „Wir bleiben weiter gemeinsam am Ball“! So wird wohl bereits im Herbst Teil zwei der Veranstaltungsreihe stattfinden - vielleicht sogar schon mit dem einen oder anderen aus dem Fachtag entstandenen „best practice“ Beispiel.