Kulturcafe am Theodor-Heuss-Gymnasium

Dienstag, 17. Februar 2004, 19 Uhr

Aula im Theodor-Heuss-Gymnasium, Aalen

Wozu (noch) Entwicklungshilfe?

„Dritte Welt“ und „Entwicklungshilfe“ sind Themenkreise, die im Bewusstsein und im Interesse der Bevölkerung seit Ende der 70er Jahre kontinuierlich in den Hintergrund getreten sind. Hat sich das Problem deswegen erübrigt?

Es gibt einen aktuellen Anlass, dass das Kulturcafe in seiner 22. Veranstaltung ein solches Thema sowohl konkret wie auch grundsätzlich aufgreift und erörtert. Vor einem guten Jahr hatte der ehemalige Schülersprecher des THG, Peter Eitel, seinen Zivildienst in Guatemala absolviert, in einem Projekt, das zum Ziel hat, sozial gefährdete Jugendliche aufzufangen und ihnen eine Lebensperspektive zu vermitteln. Auf seine Einladung hin hatte im vergangenen Jahr eine dreiköpfige Schülergruppe aus dem THG (Allegra Hummel, Julia Merz, Anne Theiss), organisiert von der ehemaligen Schülersprecherin Anne Theiss, dieses Projekt besucht und konnten einen beträchtlichen Spendenbetrag von hiesigen Privatleuten und Firmen mitnehmen. Ziel dieser Initiative ist es, eine langfristige Partnerschaft zu diesem oder ähnlichen Projekt in Guatemala aufzubauen.

Und so kam die Idee auf – gewissermaßen als Initialzündung – dies zum Thema im Rahmen des Kulturcafes zu machen, aber sich nicht nur auf dieses Projekt zu beschränken, sondern es zur Grundsatzfrage zu erweitern, in wie weit und in welcher Form es sinnvoll genannt werden kann, sich in die wirtschaftlichen Angelegenheiten anderer Länder, die man lange Zeit als Dritte Welt-Länder bezeichnet hat, einzubringen. Lange Zeit wurde solches Engagement als „Entwicklungshilfe“ bezeichnet, ein Begriff, von dem man verschämt mittlerweile abgerückt ist.

Nach einer kurzen Präsentation dieser Guatemala-Reise wird in einem Podiumsgespräch dem Sinn und Unsinn der sogenannten Entwicklungshilfe nachgegangen.

Unter der Moderation von Dr. Rainer Wiese, Chefredakteur der Schwäbischen Post werden daran teilnehmen:
Prof. Dr. Hans Bühler (Dekan an der PH Weingarten mit Lehrstuhl für interkulturelle Pädagogik und Langzeitberater für Schulentwicklungen in westafrikanischen Staaten), Peter Eitel (Vorstandsmitglied von Mayan Hope, einer Entwicklungshilfeorganisation in Guatemala), Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle und Pfarrer Bernhard Richter.
© Stadt Aalen, 26.01.2004