Kunstpreisverleihung an Romane Holderried Kaesdorf

Der Kunstpreis der VR Bank Aalen 2006 wird am Sonntag, 2. April um 17 Uhr auf Schloss Fachsenfeld an die Biberacher Malerin und Zeichnerin Romane Holderried Kaesdorf verliehen.

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Die, so die FAZ, „bedeutendste Zeichnerin Deutschlands“, erhält den 2002 gestifteten Kunstpreis für ihr Lebenswerk, das so unverwechselbar aus der reichhaltigen Kunstszene Süddeutschlands herausragt.

Ihr Thema, das sie nun seit über 50 Jahren in Ölgemälden und vor allem in Zeichnungen darstellt, ist der Mensch. Ihre Figurenbilder, die nur vordergründig karikaturhaft wirken, geben immer wieder Rätsel auf. Dabei, so die Webseite der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall, „kritisiert sie die bestehenden sozialen Konventionen nicht, sie erfindet kurzerhand neue, um dadurch die Originale umso deutlicher mit Spott zu überschütten“. Diese Wirkung erzielt die Künstlerin auch dadurch, dass sie Kommentare und Titel in die Bilder integriert, die das Enträtseln für den Betrachter so lustig-lustvoll, so herrlich komisch und absurd gestalten. Doch bei dieser Beschäftigung zweifelt so mancher, ob diese Existenzen, die so Titel ihrer Werke, „Daumen richtig stellen“ oder eine „Übung: Auf die Schnur beißen“, doch nicht nur Mitteilungen aus einer Parallelwelt sind. In jedem Fall garantiert der Bilderkosmos der Romane Holderried Kaesdorf wundervolle, wunderliche Erkenntnisse.
© Stadt Aalen, 30.03.2006
Es spricht für die Künstlerin, dass sie die Gelegenheit dieser zweiten Verleihung des Kunstpreises der VR-Bank, 1. Preisträger ist ja der renommierte Bildhauer Werner Pokorny, dafür nützt, auch etwas für die Nachwuchsförderung zu tun. Mit ihr stellt in der Galerie in der Ökonomie auf Schloss Fachsenfeld der ebenfalls in Biberach beheimatete Künstler Roland Ranz aus. Die Laudatio hält die Leiterin des Ulmer Museums Dr. Brigitte Reinhard.