Landesentscheid „Jugend musiziert“ in Aalen - knapp 1 700 Teilnehmer

Annähernd 1 700 Teilnehmer treten beim 43. Landesentscheid zu „Jugend musiziert“ an, der vom 31. März bis 2. April 2006 in Aalen stattfindet.

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Dies gaben heute, Freitag, 17. März, Aalens Oberbürgermeister Martin Gerlach, Professor Wolfgang Gönnenwein, Präsident des Landesmusikrats Baden-Württemberg e.V., und Helmut Calgéer als Vorsitzender von „Jugend musiziert“ im Rahmen eines Pressegespräches im Aalener Rathaus bekannt. Das Gesamtbudget dieser Mammutveranstaltung beläuft sich auf rund 260 000 Euro, wobei davon die Stadt Aalen 30 000 Euro übernimmt.

23 Vortragsräume, 46 Einspielräume und 23 Juryzimmer sind notwendig, um diesen bedeutensten Nachwuchswettbewerb im klassischen Musikbereich über die Bühne bringen zu können. Allein 23 Flügel und 46 Klaviere sind an diesem Wochenende im Einsatz. Um die Teilnehmer und die 103 Jurymitglieder kümmern sich rund 450 örtliche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. „Wir freuen uns auf die Teilnehmer und wollen gute Gastgeber sein“, so Oberbürgermeister Martin Gerlach.

1 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sei eine Zahl, die uns stolz machen könne, sagte Professor Gönnenwein. Was an Qualität auf einen zukomme, sei erstaunlich. Man dürfe sich darauf aber nicht ausruhen. Vielmehr müsse die musikalische Erziehung eine Vision auf Zukunft für und mit der Jugend sein. Die musikalische Bildung müsse man als Humankapital betrachten und Kulturförderung sei eine dauernde Investitionspflicht.

Der Vorsitzende von „Jugend musiziert“, Helmut Calgéer, erinnerte an die Anfänge dieses Wettbewerbs. Beim ersten Mal haben sich für den Landesentscheid 54 Teilnehmer qualifiziert. Heute seien es knapp 1 700. Das heutige Niveau entsprechen einem Hochschulabschluss vor 40 Jahren. Aufgrund der guten Vorarbeiten, die in Aalen durch das Kulturamt und die Musikschule geleitstet wurden, sei er überzeugt, dass der Wettbewerb sehr gut durchlaufe.

"Jugend musiziert" solle motivierend wirken und fördere die Entwicklung der Persönlichkeit in seiner Vollkommenheit, betonte der Vorstandsvorsitzende Kreissparkasse Ostalb Johannes Werner. Die S-Finanzgruppe fördere diesen bundesweiten Wettbewerb mit insgesamt 500 000 Euro. "Dies ist gut angelegtes Geld." Die Kreisparkasse sehe sich in der gesellschaftlichen Verpflichtung und fördere deshalb regionale Besonderheiten, um damit die Region zum Blühen zu bringen.

Die Teilnehmer treten sowohl in Solowertungen wie beispielsweise Klarinette, Oboe, Orgel, Flöte, Fagott oder Trompete als auch in Ensemblebewertungen wie zum Beispiel Klavier vierhändig oder im Duo Klavier und Streichinstrument an.
© Stadt Aalen, 17.03.2006