Landesgartenschau-Kommission in Aalen

Die siebenköpfige Kommission des Landes Baden-Württemberg, die über die Vergabe der Landesgartenschau entscheidet, hat sich am Dienstag 7. Juli in Aalen über das Bewerbungskonzept informiert.

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Vor dem Rathaus empfingen Oberbürgermeister Martin Gerlach, Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und der Leiter des Grünflächenamtes, Rudolf Kaufmann die Gruppe. Die Big Band des Schubart Gymnasiums rundete den herzlichen Empfang ab.

Der Große Sitzungssaal des Rathauses war bei der anschließenden Präsentation des Aalener Konzeptes gefüllt mit Vertretern des Gemeinderats, von Firmen, der Hochschule Aalen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Oberbürgermeister Gerlach ging kurz auf die Aalener Industriegeschichte ein, ehe er zum Konzept überleitete.

"Die Landesgartenschau bietet die einmalige Chance, die Landschaft und grünen Inseln mit der Stadt zu verbinden. Unser Konzept ist nicht kurzfristig angelegt, sondern soll die Stadt auf Jahrzehnte hinaus gestalten und prägen." Nach einer Umfrage im Vorfeld der Bewerbung seien 82 Prozent der Bevölkerung für die Landesgartenschau gewesen. Er betonte, dass auch die Finanzierung bereits gesichert sei.

Erste Bürgermeisterin Heim-Wenzler verdeutlichte, dass Aalen die Landesgartenschau als Chance nutzen möchte, die Qualität der Stadt nachhaltig zu erhöhen. Es sei dringend notwendig, das Grün in die Stadt zurückzuholen. "Das Konzept stellt die lebendige Innenstadt in den Mittelpunkt. Von hier aus wird ein grüner Ring um die Stadt gezogen. Trotz der dezentralen Ausrichtung ist aber alles über kurze Wege erreichbar. Es geht um die Qualitätssteigerung des Vorhandenen und die Schaffung von neuen Grünflächen."

Die Machbarkeitsstudie beruhe auf 40 Hektar an möglichen Flächen, von denen 15 Hektar in der späteren Planung berücksichtigt würden.
© Stadt Aalen, 07.07.2009
Die Kommission verfolgt aufmerksam die Präsentation des Aalener Konzepts im gefüllten Großen Sitzungssaal.

Landschaftsmodell der Hochschule Aalen

Beeindruckt war die Kommission von einem Landschaftsmodell der Region, das von einer Studentin der Hochschule Aalen entwickelt wird. Mit einem Beamer wurde ein Sonnenaufgang im Zeitraffer projiziert, an dessen Ende der Grüne Ring und die Flächen der Landesgartenschau zu erkennen waren. Professor Dr. Holger Held betonte, dass die Hochschule Aalen ein gesteigertes Interesse daran habe, beim Konzept und der Umsetzung der Landesgartenschau mitzuwirken, da diese eine große Aufwertung für die Stadt Aalen bedeute. Die studentische Arbeit des Landschaftsmodells sei nur ein Beispiel von zahlreichen Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. $(text:b:Besichtigung der potentiellen Flächen)$ Die Bewertungskommission begab sich anschließend auf die Dachterrasse des Rathauses, um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Mit dem Bus ging es dann los, um die potentiellen Flächen der Landesgartenschau abzufahren: Ausgehend vom Rathaus vorbei an der Schillerhöhe, Limesmuseum, St.-Johann-Friedhof über die Hochbrücke mit Blick auf das Bahngelände und Ostertag zum Gaskessel, dem Baustahlgelände, dem Bereich zwischen Aalen und Wasseralfingen entlang des Kochers zurück zur Bahnhofstraße in den Stadtgarten.