Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zum Jahreswechsel 2004/2005 möchte ich Sie herzlich grüßen und Ihnen ein erfolgreiches, glückliches und zufriedenes neues Jahr wünschen. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist für viele Anlass, inne zu halten, das Jahr Revue passieren zu lassen und sich neue Ziele für das kommende Jahr zu setzen. So will ich es auch halten und Ihnen über das vergangene Jahr aus kommunalpolitischer Sicht berichten.

Das wichtigste Ereignis auf kommunaler Ebene waren die Wahlen zum Gemeinderat, zu den Ortschaftsräten und dem Kreistag am 13. Juni 2004. Die Wahl veränderte die Zusammensetzungen in den Ortschaftsräten und auch im Gemeinderat. 17 neue Mitglieder haben ihr Mandat im obersten Organ unserer Stadt angetreten, das nunmehr 48 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte umfasst. Die Arbeit wurde am 15. September aufgenommen und ich bin allen sehr dankbar, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat reibungslos und nahtlos ineinander übergegangen ist.

Noch in der Periode das „alten“ Gemeinderates konnten wir aber richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt treffen oder bereits getroffene Entscheidungen umsetzen. Ich erinnere beispielsweise an die Rad- und Fußwegeunterführung „Neue Welt“. Mit der Verkehrsverlagerung von der Bahnhofstraße in die Johann-Gottfried-Pahl-Straße mit dem Bahnhofstunnel und dem Abbruch der Hochbrücke im kommenden Jahr haben wir den östlichen Innenstadtbereich vom Individualverkehr entlastet und können so das sogenannte „Bankenviertel“ mit dem noch zu bauenden „Ellwanger Torplatz“ an die Innenstadt optimal anbinden.

Ich denke in diesem Zusammenhang aber auch an die Übergabe der Schwerlaststrecke im Juli, die Kommunalisierung der Kindergärten, den Baubeschluss zur Erweiterung des Limesmuseums oder an die Initiative Sauberes Aalen.

Leider mussten wir auch in diesem Jahr wieder einen Arbeitsplatzabbau – vor allem im gewerblichen und industriellen Bereich – in unserer Stadt verkraften. Um so mehr gilt es deshalb den Dienstleistungsbereich auszubauen und mit der Tourismusförderung nicht aufzuhören. Ein wichtiges Zeichen war die Anerkennung unseres Teilortes Röthardt mit dem Prädikat „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“. Zusammen mit der Anerkennung in den Begriffsbestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes ist es jetzt möglich, in Röthardt Kuren zu machen und die lindernde Wirkung der guten Luft im Tiefen Stollen auf sich wirken zu lassen.

Einen erheblichen Aufschwung erfährt auch die Fachhochschule in Aalen. Sie ist die am schnellsten wachsende Hochschule in Baden-Württemberg mit rund 3 800 Studenten. Um diesem Umstand gerecht zu werden, baut das Land die Fachhochschule auf dem Burren mit einem Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro derzeit aus. Stadt und Stiftung Jugendwerk gingen bereits in Vorleistung und wir konnten heuer das neue Studentenwohnheim auf dem Burren seiner Bestimmung übergeben.

Aber auch sonst haben zahlreiche Hoch-, Tiefbau-, Straßenbau- und Erschließungsmaßnahmen in der Kernstadt, als auch in den Stadtbezirken, begonnen, konnten fortgeführt oder abgeschlossen werden. Erinnern möchte ich an dieser Stelle vor allem an die Sporthalle „Am Schäle“, die wir an Silvester einweihen, an die Ortskanalisation „Mädle“, das Baugebiet „Wehrleshalde“, die Sanierung des Viaduktes in Unterkochen oder den Abschluss der Arbeiten zur Lösung der Abwasserprobleme auf dem Härtsfeld, um nur einige Beispiele zu nennen. Und kurz vor Weihnachten haben wir uns noch mit dem Investor des Hauses der Jugend über die Fortführung der Baumaßnahmen geeinigt. Am 12. März 2005 findet die Einweihung statt.

Wir merken immer mehr, dass unsere optimal aufgestellte kommunale Infrastruktur mit Kultur, Kunst, Bildung, Sport, Angeboten für Jugendliche und Senioren, einen wichtigen weichen Standortfaktor darstellt. In diesem Zusammenhang stehen auch viele Feste und Feiern sowie Aktionen in den Ortsteilen oder in der Innenstadt. Am Ende des Jahres denken wir gerne zurück an „Aalen City blüht – Blumen im Spiegel“ , an die Reichsstädter Tage, die bereits zum 30. Mal gefeiert wurden, oder an die Römertage.


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zum Jahreswechsel ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, allen zu danken, die an der positiven Entwicklung unserer Stadt - sei es beispielsweise in sozialen Einrichtungen, in den Kirchen, in der Lokalen Agenda, in den Vereinen oder auch auf sportlichem oder kulturellem Gebiet - mitgearbeitet haben. Sie haben bei vielen Anlässen bewiesen, dass sie sich für die Belange der Stadt hervorragend einsetzen und engagieren.

Ich möchte mich auch bei allen bedanken, die im Gemeinderat und in den Ortschaftsräten Verantwortung für die Stadt und ihre Einwohner übernommen haben. In diesen Dank schließe ich auch alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Beschäftigten der städtischen Betriebe ein.

Ich danke allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in privaten Initiativen öffentliche Aufgaben wahrnahmen und zupackten, wenn Mitmenschen sie brauchten, und ich danke den Gewerbebetrieben, die zu einer solchen finanziellen Ausstattung unserer Stadt beigetragen haben.

Ihr
Ulrich Pfeifle
Oberbürgermeister
© Stadt Aalen, 31.12.2004