Literatur-Treff im März: Arnold Zweig - Verklungene Tage

Der deutsch-jüdische Schriftsteller Arnold Zweig (1887-1968) ist heute fast vergessen. Wenn überhaupt noch, dann ist er in erster Linie als Autor antimilitaristischer und gesellschaftskritischer Romane bekannt. In Westdeutschland stand man dem engagierten Kommunisten, der nach der Rückkehr aus dem Exil bis zu seinem Tod aus Überzeugung im Ostteil Deutschlands lebte, ohnehin reserviert gegenüber.

Im Literatur-Treff am Donnerstag, 1. März 2007 um 10 Uhr und ein weiteres Mal am Dienstag, 6. März um 17 Uhr wird Dipl.-Bibl. Michael Steffel Arnold Zweig von einer anderen Seite vorstellen: Seine Laufbahn als Schriftsteller begann Zweig nämlich als typischer Vertreter der ästhetizistischen Literatur der vorletzten Jahrhundertwende. Im Mittelpunkt steht dabei sein 1938 erschienener, in den Grundzügen aber bereits 1909 entstandener Roman „Verklungene Tage“, der dieser Schaffensperiode zuzuordnen ist. Dieser Liebesroman schildert mit ironischer Distanz Lieben und Leiden junger Intellektueller im München der letzten Jahre vor Ausbruch des 1. Weltkriegs und ist zugleich ein wehmütiger Nachruf auf eine versunkene Epoche. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist wie immer frei.
© Stadt Aalen, 21.02.2007