Mappus zeichnet Aalener Lokale Agenda 21 aus

Ministerpräsident Stefan Mappus und Innenminister Heribert Rech haben am Samstag, 18. September 2010 die Aalener Lokale Agenda 21 als vorbildliche kommunale Bürgeraktion ausgezeichnet. Dies war der verdiente Lohn für über zehn Jahre kontinuierliche erfolgreiche Arbeit.

Im Rahmen eines Festaktes im Neuen Schloss in Stuttgart würdigte Innenminister Heribert Rech zur Einführung die Bedeutung des Ehrenamts für Baden-Württemberg. „Die heute verliehenen Urkunden sind auch eine Auszeichnung für ein funktionierendes Gemeinwesen in unseren Städten und Gemeinden. Das Land braucht auch in Zukunft engagierte Bürgerinnen und Bürger, die neben ihren Aufgaben in Familie und Beruf bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen und ihre Zeit für die Gemeinschaft einzusetzen“.

Ministerpräsident Mappus dankte allen kommunalen Bürgeraktionen im Land. „Ehrenamtlich Engagierte leisten einen wichtigen Beitrag zur Menschlichkeit und sind unerlässliche Stütze der Gesellschaft. Das freiwillige Engagement unzähliger Menschen ist eine echte Stärke Baden-Württembergs und jenseits der Erwerbswirtschaft der wahre, große Reichtum unseres Landes. Ohne sie wäre Baden-Württemberg nicht so, wie es heute da steht.“ Über 41 % der Bürger in Baden-Württemberg seien ehrenamtlich engagiert.

Aus 222 vorgeschlagenen vorbildlichen kommunalen Bürgeraktionen, die nach Meinung des Ministerpräsidenten alle auszeichnungswürdig wären, hatte die Jury in einem zweistufigen Verfahren 45 ausgewählt. Die meisten der 45 Kreise Baden-Württembergs waren vertreten – zwei Projekte kamen aus Aalen.
© Stadt Aalen, 20.09.2010

Vielzahl und Vielfalt der Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit

Ministerpräsident Mappus würdigte die Leistung der Lokalen Agenda 21. „Die Lokale Agenda 21 arbeitet seit über 10 Jahren erfolgreich und kontinuierlich in allen Bereichen der Nachhaltigen Entwicklung“. Mappus hob die Vielzahl und Vielfalt der Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit hervor und erwähnte unter anderem explizit die Gruppen „Barrierefrei“, „Interkulturelle Gärten“, „Tauschring“ und „Umweltfreundlich mobil“. Ein weiterer hervorzuhebender Punkt sei die eigene Struktur mit Agendarat und Agendaparlament. Rudolf Kaufmann, Leiter des Agendabüros, und Prof. Ulrich Holzbaur, Sprecher des Agendarats, konnten anschließend aus der Hand von Mappus und Rech Urkunde und Plakette entgegennehmen – stellvertretend für alle Agenda-Aktiven und Unterstützer der Nachhaltigen Entwicklung. Auch Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler, Landtagsabgeordnete Ulla Haußmann und Landrat Klaus Pavel freuten sich über die Auszeichnung. Die Erste Bürgermeisterin Aalens betonte die Bedeutung der Lokalen Agenda für Aalen und lobte deren Eigenständigkeit. Agendasprecher Holzbaur erklärte, dass diese umfangreiche Leistung Bürgerschaftlichen Engagements nur aufgrund der guten Unterstützung durch das Agendabüro möglich sei. Auch die breite Unterstützung der Agenda 21 in der Bevölkerung sei wichtig. Oberbürgermeister Martin Gerlach hatte die Lokale Agenda 21 für die Auszeichnung als vorbildliche Kommunale Bürgeraktion vorgeschlagen. Er unterstrich deren Bedeutung für die Auszeichnung Aalens als Stadt der UNESCO-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung. $(text:b:Deutsch-Türkisches Netzwerk Ostalb ebenfalls gewürdigt)$ Jutta Heim-Wenzler freute sich besonders, dass sogar zwei Projekte aus Aalen unter den Preisträgern waren - die Auszeichnung für das Deutsch-Türkische Netzwerk Ostalb konnten Michael Felgenhauer, Leiter des städtischen Amts für Zuwanderung und Integration und die Initiatorin Gülden Ses entgegennehmen.