Marketingstrategie für den Aalener Gesundheitstourismus - Barrierefrei im Aalener Gesundheitsdreieck

Eine Marketingstrategie für den Gesundheitstourismus für die Stadt Aalen hat Renata Juric im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Hochschule Aalen entwickelt.

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Besonderes Augenmerk in der Arbeit wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. Ein wichtiges Ergebnis ist das Konzept des Aalener Gesundheitsdreiecks: Limes-Thermen, Tiefer Stollen und Ostalbklinikum mit der Aalener City im Zentrum. Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem Touristik-Service und der Lokalen Agenda 21.

Renata Juric hat die Arbeit gemeinsam mit ihrem Betreuer Prof. Ulrich Holzbaur an Oberbürgermeister Martin Gerlach übergeben, der sowohl im Gesundheits­tourismus als auch in der Barrierefreiheit wichtige Entwicklungschancen für die Stadt Aalen sieht.

Dienstleistungsmarketing, Qualitätsmanagement und Produktentwicklung können auch auf den Bereich Tourismus angewandt werden. Renata Juric hat dies speziell für das Produkt Gesund­heits­tourismus gemacht. Anregungen davon kamen aus der Lokalen Agenda 21, die sowohl das Thema Barriere­freiheit als auch das Thema Wirtschaft und Tourismus im Fokus hat, und vom Aalener Tourismusbüro, das den Gesundheits­tourismus fördern will und auch im Bereich Barrierefreiheit aktiv ist.

Renata Juric hat die klassischen Marketing-Instrumente auf den Tourismus für die Stadt Aalen umgesetzt. Für alle Komponenten des Marketing-Mix hat sie eine Analyse durchgeführt und Handlungsempfehlungen zusammengestellt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, der Tourismus-Destination eine unverwechselbare Marke zu geben. Dazu wurde das Aalener Gesund­heits­dreieck formuliert. Die drei Ecken des Dreiecks sind: die Limes-Thermen als Heil­quelle mit der Bewegungstherapie, der Kurort Röthardt mit der Atemwegstherapie im Tiefen Stollen und das Gesundheits­zentrum Ostalb­klinikum. Im Zentrum des Dreiecks steht die Aalener City. Die City barrierefrei zu erleben ist nicht nur für mobilitäts­ein­geschränkte Personen, sondern auch für Senioren und Personen mit Kinder­wagen ein wichtiger Aspekt. OB Gerlach zeigte sich beeindruckt, und führte als Verbesserungspotential bezüglich Barrierefreiheit den Bahnhof und die Pflasterung der Innenstadt auf. Tourismuschef Karl Trossbach ergänzte, dass der Touristik-Service nun barrierefrei gestaltet werde, sobald der Gemeinderat die Gelder im Rahmen der Haushaltsplanverabschiedung bereit stelle.

Als Hauptaufgaben nannte Juric die Entwicklung einer Tourismus-Destination mit unverwechselbaren Alleinstellungsmerkmalen und die Nutzung ver­schie­dener Kommunikationskanäle wie Verbände und Internet. „Eine offensive Auf­klärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen leistet einen wichtigen Beitrag zum Abbau menschlicher Barrieren, Fehl­ein­schätzungen und Vorurteilen.“ Die Stadt Aalen hat für den Gesundheitstourismus eine gute Ausgangsposition und muss nun ihre Potentiale umsetzen. Die Investition in Barrierefreiheit und Gesundheits­tourismus bringt nicht nur ein Potential für Tourismus und Gastro­nomie, sie verbessert auch die Lebensqualität der Aalener Bürger.

Im Rahmen Ihrer Überlegungen hat Renata Juric hat auch die Entwicklung des Führers „Aalen Barrierefrei“ unterstützt, der parallel zu ihrer Arbeit von der Agenda­gruppe Barrierefrei, dem Touristik-Service der Stadt Aalen und Studen­ten der Hochschule Aalen erstellt wird.

© Stadt Aalen, 21.02.2006