Martin Gerlach als Oberbürgermeister verpflichtet

Mit Handschlag verpflichtete Stadtrat Karl Korb am vergangenen Montagabend Martin Gerlach als Oberbürgermeister der Stadt Aalen.

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“Sie übernehmen die Verantwortung für ein Gemeinwesen, das sich beispielhaften Rufes und richtungweisender Meinungsführerschaft in der Region bewusst ist”, hob Korb in der vollbesetzten Stadthalle hervor. Ihm, so Gerlach, liege daran, ein Klima zu schaffen, das den Menschen Hoffnung und Optimismus gebe. Er versicherte, das Ringen um die bessere Idee gehöre zu einem demokratischen Gemeinwesen. "Dieser Wettstreit ist mir wichtig." Sein Vorgänger Ulrich Pfeifle übergebe eine blühende Stadt und ein funktionierendes Gemeinwesen. Er werde versuchen, sehr schnell in dessen großen Schuhen den Weg weiter zu gehen.

„Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, um das Potential der Menschen in dieser Stadt auszuschöpfen. Bildung und Ausbildung, Studium und Berufstätigkeit müssen auf das denkbar höchste Niveau gehoben werden“, gab er als ein Ziel seiner künftigen Arbeit aus. Und weiter: „Die Verbesserung der Chancen berufstätiger Mütter und die Integration der Zuwanderer müssen wir mit allen Mitteln vorantreiben.“ Ebenso sei es ihm wichtig, die bewusste Entscheidung für Kinder zu erleichtern. Und im Ehrenamt und in der gemeinnützigen Arbeit liege viel Potential für ein blühendes Gemeinwesen. Zum Schluss seiner Ausführungen versprach er sein ganzes Engagement zum Wohle der Stadt.

Die Gäste an diesem Abend wurden vom Ersten Bürgermeister der Stadt Aalen, Dr. Eberhard Schwerdtner, begrüßt. Dabei betonte er, dass Martin Gerlach durch eine überzeugende Wahl in das Amt des Oberbürgermeisters berufen worden sei. “Es ist ein starkes Fundament, auf das Sie bauen können.” Für die Verwaltung versicherte er loyale Aufgabenerfüllung.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied des baden-württembergischen Städtetages, Stefan Gläser, bescheinigte Gerlach das beste fachliche Rüstzeug, das man sich für einen Oberbürgermeister vorstellen könne. Ihn zeichneten Bodenständigkeit, Schaffenskraft und Pragmatismus aus. Regierungspräsident Dr. Udo Andriof nannte als größte Herausforderung den Umgang mit der leeren Stadtkasse. Die Fortsetzung des konsequenten Konsolidierungskurses sei in Aalen daher unabdingbar. Landrat Klaus Pavel verwies auf Erfolge, die die Stadt und der Kreis gemeinsam erzielt haben. Die Amtseinsetzung wurde von Pianist Matthias Schneider und einem Bläserensemble der Musikschule der Stadt Aalen musikalisch umrahmt.
© Stadt Aalen, 27.09.2005