Mensa macht Appetit auf Nachhaltigkeit

In der kommenden Woche wird Aalen zum zweiten Mal als UNESO-Dekadestadt „Bildung für Nachhaltige Entwicklung„ ausgezeichnet. Heute machte die Stadt mit ihren Kooperationspartnern, der Hochschule Aalen, der Agenda 21 und dem Studentenwerk Ulm schon mal Appetit auf Nachhaltigkeit. Und dies in doppeltem Sinne: unter dem Motto „Klasse für die Masse“ ging es ums Thema Nachhaltigkeit in der Ernährung, speziell um das Angebot in der Hochschulmensa. Darüber hinaus warben die Projektpartner für die Aktionstage „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, die vom 21. bis 30. September 2012 wieder allerlei Wissenswertes und neue Aspekte des Themas vermitteln.

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In diesem Jahr steht das Thema Nachhaltigkeit und Ernährung im Focus der Dekadestadt. „Wir wollen, dass unsere Studierenden Nachhaltigkeit auch in ganz alltäglichen Dingen erleben“, erklärt Prorektor Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle. „In der Mensa heißt das, den Nahrungsmitteln, dem Essensangebot die notwendige Wertschätzung entgegenzubringen.“ In enger Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten der Hochschule, Prof. Ulrich Holzbaur verfolgt Petra Bosch das Thema seit langem. Die Gastronomieleiterin, die für das Studentenwerk Ulm die Hochschulemensen in Aalen und Schwäbisch Gmünd leitet, verweist auf eine Reihe von Maßnahmen: bereits seit 2009 besitzt die HTW-Mensa das Bio-Zertifikat. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an regionalen und biologischen Produkten. Neben vegetarischen Gerichten können die Gäste zwischen Bio-Buffet und Biodesserts wählen und selbstverständlich wird nur fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.

Das erfreut den Klimaschutzmanager der Stadt Aalen, Helke Neuendorff. Denn biologische Produkte und regionale Vermarktung tragen wesentlich zum Klimaschutz bei. „Hinzu kommt die Saisonalität“, wirbt Neuendorf für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Dazu gehört für ihn, die Folgen des Fleischkonsums zu bedenken.
© Stadt Aalen, 04.06.2012
Um Regionalvermarktung wird es im Rahmen der Aktionstage am 3. Oktober, der „Tag der Regionen“ gehen. Weitere Themen der Kooperationspartner Stadt, Hochschule und Agenda sind an den Aktionstagen im September die Energietour mit dem Schwerpunkt regenerative Energien und Energieeffizienz und Fahrradmobilität. Für Lehrer wird es eine Weiterbildungsveranstaltung in Waldpädagogik und für Schülerinnen und Schüler einen Aktionstag im Wald geben. „Außerdem wir bemühen uns, noch einen nachhaltigen Kochkurs anbieten zu können“, verrät Agenda-Sprecher Ulrich Holzbaur.