Mitgliederreise des Städtepartnerschaftsvereins nach Cervia

Dem bunten Mosaik der deutsch-italienischen Freundschaft hat der Städtepartnerschaftsverein Aalen mit einer Reise in die italienische Partnerstadt Cervia einen leuchtende Mosaikstein hinzugefügt. Die 45 Teilnehmenden tauchten auf der sechstägigen Reise ein in Landschaften, Kultur und Geschichte der italienischen Partnerregion Ravenna. Tief beeindruckt von der Gastfreundschaft und der italienischen Lebensart, bedankten sich die Aalener mit fröhlichem Gesang. Das volkstümliche Lied, eine Liebeserklärung an die Region „Romagna mia, Romagna in fiore....“ hatten sie auf der zehnstündigen Hinreise im Bus eingeübt.

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Ob bei offiziellen Empfängen oder beim Mittagessen in der Fischhalle in Cervia, immer stimmten die Deutschen gut gelaunt die Melodie an. Auch die Abende klangen stets gesellig bei gutem Essen, Wein und Musik aus.

Mit hervorragenden Kenntnissen von Land und Leuten hatte Günter Höschle ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Höschle ist Mitbegründer der 20 Jahre dauernden Partnerschaft zwischen dem Ostalbkreis und der Region Ravenna und Begleiter von neun weiteren kommunalen Partnerschaften. In Vorbereitung und Durchführung unterstützte ihn der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins unter Leitung von Hildegard Stehle, ihrem Stellvertreter Hermann Schludi, Beate Schön und Helmut Kamberger. So öffneten sich auch dank der liebevollen Betreuung von Bruna, der Partnerschaftsbeauftragten von Cervia, manche Tür und erlaubte der Aalener Gruppe Einblicke in die Geschichte der Stadt und der Region. Bürgermeister Roberto Zoffoli und der Chef des Pressebüros, Dr. Foscati empfingen die Aalener Freunde im 1697 errichteten Rathaus der neuen Stadt und berichteten von den Traditionen der Region. Wichtiger Wirtschaftsfaktor Cervias ist nach wie vor die Saline, in der jährlich 25.000 Tonnen Salz gewonnen werden, gefolgt vom Fischfang und dem Tourismus. Dem „weißen Gold“ hatte das mittelalterliche Cervia Macht und Wohlstand zu verdanken. Davon zeugen die stolzen Gebäude, wie das Rathaus, die Salzspeicher, die Kathedrale und das 1862 erbaute Theater.

Herzlich begrüßt wurde die Aalener Reisegruppe auch vom Parlamentspräsidenten der Provinz Ravenna, Gabriele Rossi und dem für Europa und die Partnerstädte zuständigen Dr. Alberto Rebucci im historischen Saal der Provinzverwaltung. Die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Hildegard Stehle verwies auf die zwei Jahre junge, lebendige Partnerschaft zwischen Aalen und Cervia. Das Interesse aneinander sei groß und herzlich. „Schulen, Vereine und die Bevölkerung wollen kräftig weiter daran bauen“ betonte sie. Bei der anschließenden Stadtführung beeindruckten die weltberühmten Mosaiken in Kirchen, Grabmälern und Taufkirchen aus dem 5. Und 6. Jahrhundert. Ravenna ist Weltkulturerbe und hat will 2019 Kulturhauptstadt werden.
© Stadt Aalen, 03.06.2013
Hildegard Stehle überreicht Bürgermeister Roberto Zoffoli und Bruna Aalener Bier und einen Schirm.
Weitere Abstecher führte die Gruppe des Städtepartnerschaftsvereins nach Faenza, seit 2001 Partnerstadt von Schwäbisch Gmünd. Besonders sehenswert sind die Renaissancegebäude im Herzen der Stadt. Dazu gehören unter anderem das Rathaus, ein Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Palazzo der Familie Manfredi, und das Theater, das mit seiner Hufeisenform und der Innengestaltung als das schönste Italiens gilt. Weiter ging die Fahrt durch üppige Wein- und Obstplantagen in die Faentiner Apenninen. In Brisighella, einem der schönsten Dörfer der Provinz, gab es Gelegenheit in einer Genossenschaft Olivenöle und Weine zu verkosten. Durch fruchtbare Täler und bizarre Kreidelandschaften ging es über Riolo Terme wieder zurück ging nach Cervia. Begegnungen mit den italienischen Gastgebern und Freunden waren ebenfalls Teil des straffen und interessanten Programms. So besuchte ein Teil der Gruppe die Hotelfachschule, die mit der Justus-von-Liebig-Schule eine Partnerschaft pflegt. Die Besucher wurden mit einem vorzüglichen Menü verwöhnt. Und auf einer gemütlichen Radtour durch die herrlichen Pinienwälder um Cervia begleiteten Mitglieder des Radsportvereins „Aquilotti“ die deutschen Gäste. Einhelliges Fazit: die Reise des Städtepartnerschaftsvereins hat die Beziehungen vertieft, und die junge Partnerschaft gestärkt: „Romagna mia, Romagna in fiore, tu sei la stella, tu sei l’amore.“