Museumskonzept Wasseralfingen

Das Museum im Bürgerhaus Wasseralfingen soll lebendiger, aktueller und flexibler werden. Gemeinsam mit Vertretern des Wasseralfinger Bundes für Heimatpflege haben Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher und Stadtarchivar Dr. Roland Schurig das neue Museumskonzept vorgestellt.

Vom statischen zum dynamischen Ausstellungskonzept: Wechselausstellungen zu Kunst, Kultur und Geschichte Wasseralfingens sollen Neugier wecken und die rückläufigen Besucherzahlen stoppen.
Insgesamt stehen dem Museum fünf Räume im Bürgerhaus am Stefansplatz zur Verfügung.

Ein Schwerpunkt wird dem Künstler Sieger Köder und seinen Wasseralfinger Künstlerkollegen gewidmet, ebenfalls in wechselnden Ausstellungen. Aber auch Industriedesign des 18. Jahrhunderts möchte Stadtarchivar Schurig in Wasseralfingen zeigen.

Ein reicher Schatz mit Kunstguss-Entwurfszeichnungen von Christian Plock zum Beispiel schlummert im Archiv und wartet darauf, gezeigt zu werden. Wurden die Entwürfe von Brunnen und Kandelabern umgesetzt und wo findet man sie heute? ließe sich der Bogen zur Gegenwart schlagen.

Für eine Präsentation aus dem Fundus des Landes bieten sich auch die Ergebnisse der jüngsten archäologischen Grabungen auf dem Alfing-Gelände an. „Wo, wenn nicht in Wasseralfingen sollten die Keltengräber gezeigt werden?“ eine rhetorische Frage für Schurig. In der Sache sei man mit dem Landesdenkmalamt im Gespräch.

Vom Urdorf zum Stadtbezirk, so stellt sich der Bund für Heimatpflege seinen Beitrag zu dem dynamischen Konzept vor. „Die Stärke der Flexibilität wollen wir gemeinsam mit der Stadt nutzen“ betont Vorstandsmitglied Erik Hofmann. Wenige Textarme Darstellungen, dafür wechselnde Filme, Fotos und viele Exponate zum Anfassen sollen Heimatgeschichte im Zusammenhang mit sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen vermitteln.
© Stadt Aalen, 04.08.2008

Eröffnung im November

„Dieses Museum muss permanent gepflegt und aktualisiert werden“ erinnert Ortsvorsteher Karl Bahle an die Geschichte des Museums, dass 1995 nach einer Odyssee durch viele Gebäude im Bürgerhaus eröffnet worden war und „auf das wir sehr stolz waren“. Er plädiert dafür, das Museum auf den Stefansplatz auszudehnen, um Neugier zu wecken und Besucher anzulocken. Das Museum wird im November mit einem Museumsfest eröffnet.