Neuerungen im Aalener Friedhofswesen

Urnen und Überurnen dürfen nur noch aus verrottbarem Material bestehen. Gräber dürfen bis zu drei Jahre vor Ende der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden und Steinmetze müssen nachweisen, dass verwendete Materialien nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen.

Dies sind einige der wichtigsten Neuerungen, die sich mit Beschluss der Neufassung der Friedhofsordnung und der Friedhofsgebührenordnung am 21. März 2013 durch den Gemeinderat ergeben haben. Dabei ist zu beachten, dass die Bestimmung der verrottbaren Urne und Überurne mit einer Ausnahme für alle Gräber gilt. Nur Urnen und Überurnen in Urnenwänden, sogenannten Kolumbarien, müssen nicht verrotten. Überurnen sind dabei Schmuckurnen, welche die eigentliche Aschenkapsel einschließen.

Durch den Beschluss des Gemeinderats wurde auch das Grabangebot auf den Friedhöfen erweitert. So ist es mitt-lerweile auch in Aalen möglich, sich an einem Baum bestatten zu lassen. Die Gräber werden, wenn möglich, in alle vier Himmelsrichtungen des Baumes jeweils als Urnenwahlgrab angeboten. Auch hier gelten die Vorzüge des Urnenwahlgrabes, dass bei gleichzeitig laufender Ruhezeit bis zu vier Urnen bestattet werden dürfen. Das Grabmal wird ersetzt durch eine dezente Metalltafel, auf der die Angehörigen wenigstens den Namen des Ver-storbenen eingravieren lassen müssen.

Bei Fragen zu den Neuerungen steht das Friedhofsamt der Stadt Aalen gerne zur Auskunft und Beratung bereit. Der Amtsleiter ist für Interessierte unter der Nummer 07361 52-1610 zu erreichen.
© Stadt Aalen, 20.06.2013