Nur gemeinsam sind wir stark

Kürzlich fand im Haus der Jugend eine Impulskonferenz zum Thema „Soziales Netzwerk Demographie“ statt. Veranstalter war das Amt für Soziales, Jugend und Familie unter der Leitung von Johanna Gärtner. Die Vernetzung der einzelnen Institutionen verbessern – so lautete das Hauptanliegen der Teilnehmer.

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Auch Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher wies in seiner Begrüßungsrede drauf hin, wie wichtig die Kooperation zwischen der Stadt, den beteiligten Institutionen und den Betroffenen ist. Mit Blick auf den demographischen Wandel könne nur so die Lebensqualität auch im Alter auf einem hohen Niveau gehalten werden.
© Stadt Aalen, 22.03.2013

Ungleichgewicht im sozialen Sicherungssystem

„Eine rasant alternde Bevölkerung in Kombination mit stetig sinkenden Geburtenzahlen führt langfristig zu einer Veränderung der Alterstruktur und somit auch zu sinkenden Einzahlungen in das soziale Sicherungssystem“ sagte Gärtner. Die aktuellen Bevölkerungsstatistiken bestätige das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Leistungsbeziehern und Einzahlern. Um diesem Problem entgegen zu wirken, müsse den gesellschaftlichen Herausforderungen frühzeitig begegnet werden, so die einhellige Meinung der Teilnehmenden. Dieses Thema griffen auch die Referenten Prof. Dr. Adelheid Susanne Esslinger von der HTW Aalen und Dr. Florian Straus vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung München in ihren Vorträgen auf. Wie produktiv Netzwerke zusammenarbeiten, veranschaulichte Straus an einigen bereits bestehenden Beispielen, die für Aalen als Vorbild fungieren könnten. Prof. Esslinger stellte neue demographische Ergebnisse vor und präsentierte die vorausberechnete Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik für das Jahre 2060. Heute noch als Pyramide abgebildet, wird die geometrische Form in den kommenden Jahren ihre breite Basis verlieren und in der Spitze, den höheren Altersgruppen, stark zunehmen. Am Nachmittag teilten sich die Anwesenden in vier Arbeitsgruppen auf um zu den Projekten „Wohnen im Alter“, „Gemeinsam Aktiv“, „Pflegestützpunkt“ und „Bürgerspital“ Informationen zu sammeln und Anregungen zu geben. Die besprochenen Aspekte betreffen jede Bürgerin und jeden Bürger und sollen im „Sozialen Netzwerk Demographie“ künftig erörtert werden. Die Veranstaltung brachte Betroffene und Institutionen an einen Tisch und stieß einen erfolgversprechenden Dialog an.