OB Rentschler sorgt sich um Hausarztversorgung in den Ortschaften

Oberbürgermeister Thilo Rentschler sorgt sich um die Hausarztversorgung in den Teilorten. In einem Schreiben an die Ministerin für Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter und die kassenärztliche Vereinigung bittet Rentschler darum, dass die ländlichen Bereiche der Flächenstadt Aalen in das Förderprogramm „Landärzte“ aufgenommen werden.

Eine statistische Gesamtbetrachtung der Versorgungsstrukturen in der Flächenstadt hält das Stadtoberhaupt hingegen nicht für sinnvoll. Die Bereiche Dewangen, Fachsenfeld, Waldhausen und Ebnat seien strukturell anders zu betrachten als die Kernstadt. Die ländlich geprägten Ortschaften bedürften der besonderen strukturellen Förderung und seien deswegen auch fest verankert im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR).

Konkret verweist Rentschler auf die Situation in Waldhausen, wo durch ein privates Bauprojekt und die Bereitschaft eines Arztes die Nachfolge für eine Hausarztpraxis geregelt werden konnte. Damit werde die Versorgungsqualität für etwa 2300 Einwohner und angrenzender Kommunen auf dem Härtsfeld sichergestellt. „Aus unserer Sicht handelt es sich hier um eine förderfähige Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms „Landärzte“ bittet Rentschler um wohlwollende Prüfung.

Das Land Baden-Württemberg hat das Förder- und Aktionsprogramm Landärzte aufgelegt, um die flächendeckende ambulante ärztliche Versorgung im Land zu gewährleisten. Als sechsgrößte Stadt im Land begrüße Aalen das Programm „als wichtigen Beitrag zur Sicherung der Grunddaseinsvorsorge“ so Rentschler.
© Stadt Aalen, 28.10.2013