Obdachlosenbetreuer Matthias Weiß im Amt

Am ersten September hat der Diplom-Sozialpädagoge Matthias Weiß seine Arbeit als Obdachlosenbetreuer aufgenommen. Sozialdezernent Wolf-Dietrich Fehrenbacher begrüßte den neuen Mitarbeiter: „Ich bin froh, dass wir mit Ihnen den geeigneten Mitarbeiter für die Umsetzung des neuen Betreuungskonzepts gewinnen konnten.“

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Erreichbar ist er zunächst im ehemaligen Streetworker-Büro im Torhaus. Wenn das für 10 bis 15 Personen geplante Obdachlosenheim in der Alten Heidenheimer Straße erstellt sein wird, soll Weiß auch dort ein Büro beziehen.

Die Übertragung der Aufgabe vom Ordnungsamt zum Amt für Soziales, Jugend und Familie der Stadt Aalen weist auf die veränderte Einschätzung und neue Bewertung der Obdachlosenproblematik hin. Obdachlosigkeit ist nicht durch Zuweisung einer Unterkunft zu beheben und nicht ausschließlich unter polizeirechtlichem Aspekt zu beurteilen. Die Ursachen sind vielschichtig und können nur durch intensive begleitende Sozialmaßnahmen methodisch angegangen werden. Besonders wichtig ist die präventive Arbeit.
© Stadt Aalen, 10.09.2008

Prävention als wichtiger Aufgabenbestandteil

Das hat den Gemeinderat bewogen, der Stelle eines Obdachlosenbetreuers zuzustimmen, der die Hälfte seiner Arbeitszeit der Prävention widmet. Die andere Hälfte widmet er der Betreuung der städtischen Notunterkunft für alleinstehende Obdachlose in der Gartenstraße und dem künftigen Obdachlosenheim. Da auch die Wohnungsbau Aalen häufig mit dem Problem konfrontiert ist, beteiligt sich das Unternehmen mit 50 Prozent an den Personalkosten. Der Obdachlosenbetreuer erstellt für die Betroffenen individuelle Hilfspläne, um diese in die unabhängige, selbständige Lebensführung zurück zu führen. Dazu gehört die Begleitung bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche, Schuldenregulierung und Hilfe zur Selbsthilfe. Soziale Gruppenarbeit und die Unterstützung von ehrenamtlichen Paten gehören zum methodischen Ansatz des Obdachlosenbetreuers.