Oberbürgermeister Gerlach empfängt Kinder aus Tschernobyl

Oberbürgermeister Martin Gerlach hat heute, 6. August 2008, im Sitzungssaal des Aalener Rathauses 31 Kinder und vier Betreuerinnen aus Mogiljow / Weißrussland empfangen.

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Er bedankte sich bei allen Betreuerinnen und Helfern für ihr außergewöhnliches Engagement. Anschließend erzählte er etwas zur Geschichte und Gegenwart der Stadt Aalen. Er überreichte der Leiterin der Initiative „Aktion Tschernobylkinder Aalen“, Gerda Deißler, im Namen der Stadt Aalen eine Spende, mit der die Gruppe in den verbleibenden Tagen noch etwas unternehmen kann. Er hoffe, dass die Kinder gute Eindrücke aus Aalen mit nach Hause nehmen.

Die ehrenamtlich tätige Initiative steht unter der Schirmherrschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria und lädt seit 1991 Kinder aus der Region Mogiljow für drei Wochen nach Aalen ein. Der Aufenthalt dient der Stärkung des Immunsystems, Erholung und zum Kraft schöpfen. Während der Woche sind die Kinder im Naturfreundehaus am Braunenberg untergebracht, am Wochenende leben sie bei Gastfamilien.
© Stadt Aalen, 06.08.2008
Ein Dankeslied für den Oberbürgermeister

Finanzierung durch Spenden

Gerda Deißler freute sich sehr über die Spende der Stadt Aalen. Sie bedankte sich außerdem bei allen, die durch ihre Spenden den Aufenthalt der 32 Kinder ermöglichen. “Der Besuch lässt sie für kurze Zeit die Sorgen und Probleme in der Heimat vergessen.“ Die Folgen der fatalen Reaktorkatastrophe von 1986 sind für die Heimatregion der Kinder, die von dem Unglück am stärksten betroffen war, immer noch greifbar. Mindestens ein Elternteil ist invalide oder erkrankt. Insgesamt erhalten fünf Millionen Betroffene in den kontaminierten Gebieten Medikamente zur internen Strahlenexposition. Die Zahl der Menschen, die an der Folgen des Unglücks gestorbenen sind, wurde nie veröffentlicht.