Oberbürgermeister Martin Gerlach besucht anlässlich der Barbarafeier Tatabánya

Eine Delegation der Stadt Aalen mit Oberbürgermeister Martin Gerlach an der Spitze reiste in der vergangenen Woche in Aalens ungarische Partnerstadt Tatabánya.

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Anlass für den Besuch waren die Feierlichkeiten zum Barbaratag am 4. Dezember in der ehemaligen Bergbaustadt. Der Barbaratag wird in Tatabánya zum Anlass genommen, um Bürger für ihre Verdienste um die Stadt und die Allgemeinheit zu ehren. Im Rahmen des Festaktes wandte sich Oberbürgermeister Gerlach an die Bevölkerung Tatabányas und bekräftigte die tiefe Freundschaft zwischen beiden Städten, die in vielfältiger Weise und auf unterschiedlichen Ebenen getragen wird.

„Ungarn hat durch sein mutiges Handeln maßgeblich an der deutschen Wiedervereinigung mitgewirkt. Dafür bin ich dem ungarischen Volk auch heute noch sehr dankbar“, verlieh Gerlach seinen Gefühlen Ausdruck. Gerlach versprach, die enge Zusammenarbeit der vergangenen 21 Jahre zum Wohle beider Städte fortzusetzen. Oberbürgermeister Gerlach und sein ungarischer Amtskollege János Bencsik pflegten beim abendlichen Zusammentreffen einen umfangreichen Gedankenaustausch zur Kommunalpolitik in beiden Städten.

Am zweiten Tag hatten die ungarischen Gastgeber ein umfangreiches Besuchsprogramm auf die Beine gestellt. Ein besonderes Anliegen des Aalener Stadtoberhaupts waren die Stippvisiten in der deutschen Nationalitäten-Grundschule und im Nationalitäten-Kindergarten in Obergalla. Beide Einrichtungen vermitteln den Kindern Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur, indem zum Beispiel deutsches Liedgut und Gedichte gelernt werden. Dass die Kinder mit Begeisterung bei der Sache sind, davon konnte sich die Aalener Delegation, der auch OB-Gattin Katja Gerlach, Fachsenfelds Ortsvorsteherin Barbara Fuchs sowie der OB-Referent Stefan Rieger angehörten, bei zahlreichen Aufführungen, die eigens einstudiert worden waren, überzeugen.

„Ich bin beeindruckt, was hier schon mit den Kleinsten geleistet wird und ich freue mich, dass die deutsche Minderheit in Tatabánya ein kulturell und bildungspolitisch so aktives Gemeindeleben führt“ ,so der Oberbürgermeister.
© Stadt Aalen, 11.12.2008

Besichtigung des Theaterhauses und Einfahrt in Kohleförderungsschacht

Anschließend stand die Besichtigung des Theaterhauses auf dem Programm, welches kurz vor der Wiedereröffnung steht. In die Renovierung und komplette Umgestaltung des Anfang des vorigen Jahrhunderts eröffneten Hauses waren rund 16 Millionen Euro geflossen. Das neue Theaterhaus soll mit musikalischen Darbietungen, Ballett, Tanz, aber auch mit Räumlichkeiten für eine Bibliothek und Kleinkunstaufführungen dem kulturellen Leben in Tatabánya neue Impulse verleihen. Den Abschluss des Besuchsprogramms bildete die Einfahrt in einen aufgelassenen Kohleförderungsschacht, der heute der Förderung von Trinkwasser dient. „Die Chemie stimmt. Ich bin angetan von der Freundlichkeit und Wärme, mit der wir Aalener in Tatabánya aufgenommen worden sind. Die Stadt befindet sich im Aufbruch und ich konnte sehen, dass gerade auch die deutsche Minderheit mit ihrem kulturellen und erziehungspolitischen Engagement die Zukunft von Tatabánya positiv mitgestalten wird“ ,zog Oberbürgermeister Gerlach das positive Fazit seines ersten Besuchs in der ungarischen Partnerstadt.