Offenes Verfahren bringt Lösung für Unterkochen

Konzept von Dr. Brenner, Prof. Baldauf und Logo Verde überzeugte

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Nach 30 Jahren festgefahrener Diskussionen um den Albaufstieg Unterkochen - Ebnat ist jetzt eine Lösung in Sicht. In einem offenen Verfahren hatten sich jeweils drei Bürogemeinschaften, aus Verkehrs-, Städte- und Landschaftsplanern mit der Verkehrssituation in Unterkochen und der L 1080 beschäftigt. Gestern Abend stellten die Büros ihre Lösungsansätze im bis auf den letzten Platz besetzen Ratssaal der Öffentlichkeit vor. Das Konzept der Partner Dr. Brenner, Prof. Baldauf und Logo Verde überzeugte die Bewertungskommission. Einstimmig fiel die Empfehlung für das wirtschaftliche Konzept, das von Kosten in Höhe von rund 7,2 Millionen Euro ausgeht. Es sieht eine zweispurige Trasse am tiefsten Punkt der Senke unmittelbar nördlich der alten Trasse vor, angebunden durch einen Kreisel. Durch die tiefere Lage ist der Lärmschutz gewährleistet, die alte Trasse wird zur Wohnsammelstraße mit Fuß- und Radweg zurückgebaut. Auch die schöne Stadtzufahrt mit Blick über die Tallandschaft zur Wallfahrtskirche St. Maria bleibe erhalten, akzentuiert von einer Pylonbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Die Fahrverbindung der Wohngebiete soll an das Ende der Wohnbebauung verlegt werden.

Die Tunnel und Grünbrückenlösungen der beiden anderen Wettbewerbsteilnehmer überzeugten die Jury nicht. Neben den höheren Baukosten und dem massiveren Eingriff in die Tallandschaft müsste die alte Trasse für den Schwerlastverkehr erhalten bleiben.
Im nun folgenden Verfahren werden die Bürger beteiligt. Die Pläne der drei Vorschläge werden erst im Aalener Rathaus, dann auch in Unterkochen und Ebnat öffentlich ausgelegt. Am $(text:b:30. November)$ ist der Albaufstieg Thema im Ortschaftsrat Unterkochen, am $(text:b:2. Dezember)$ in Ebnat. Im Januar könnte dann im Gemeinderat die Entscheidung fallen.
© Stadt Aalen, 18.11.2009