Positive Bilanz der Bürgerversammlung in Ebnat

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In einer Bürgerversammlung in der Jurahalle Ebnat wurde am Mittwoch, 8. Oktober, eine mögliche, zukünftige städtebauliche Entwicklung des Stadtteils präsentiert.

Mitarbeiterinnen des Planungsbüros Prof. Dr. Klärle aus Weikersheim haben ein Zukunftskonzept vorgestellt, welches von der Stadt Aalen im Zusammenhang mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Auftrag gegeben worden war.

Die Stadtverwaltung zieht eine positive Bilanz aus der Veranstaltung. Ungefähr 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben der Einladung Folge geleistet und sich interessiert dem Thema gewidmet. Es herrschte insgesamt eine gute Stimmung und man folgte gespannt der Präsentation von konkreten Beispielen.

Zur Veranschaulichung des Vorhabens wurde vom Planungsbüro Klärle beispielhaft ein Lösungsansatz aus der Praxis dargestellt. Darin wurde aufgezeigt, wie man eine Scheune in eine Wohnnutzung überführen kann.

Karl-Heinz Ballenberger, Leiter des Amts für Zentrale Bauverwaltung und Immobilien der Stadt Aalen, hat die Fördermöglichkeiten im Rahmen des ELR dargelegt und ausgeführt, wie das Antragsverfahren aussehe. Noch bis zum 15. Oktober 2008 könnten Zuschüsse für Baumaßnahmen im Jahr 2009 beantragt werden. Er hat betont, dass das Zukunftskonzept eine Nachverdichtung im Bereich der alten Dorflage vorsehe, die längerfristig ausgelegt sei.
© Stadt Aalen, 09.10.2008

Initiative muss von den Bürgern ausgehen

Wolfgang Steidle vom Stadtplanungsamt ist zentraler Ansprechpartner für Interessierte, die sich mit einer eventuellen Umnutzung oder Nachverdichtung in Ebnat befassen. Er betonte, dass das Projekt ideell und finanziell von den Bürgern überwiegend selbst getragen werden müsse. Stadtplaner Steidle hegte den Wunsch, dass zukünftig noch mehr Ebnater von den Vorteilen des Wohnens in historischer Dorflage überzeugt sind– nicht nur weil es kurzfristig eventuell Fördermittel dafür gebe. Die Initiative zur Investition müsse von den Bürgern ausgehen. Die Stadtverwaltung werde jedoch gerne beratend zur Seite stehen. Aalens Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler hat in der Veranstaltung mitgeteilt, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangehe und ein positives Signal an prominenter Stelle setzen möchte. Ein Planungsbüro wurde in den letzten Tagen mit der Überplanung des Dorfplatzes beim Gasthaus Bären beauftragt. Man sei zuversichtlich, Anfang 2009 über erste Planungsskizzen im Ortschaftsrat Ebnat beraten zu können. Die Stadt- und Ortsverwaltung hofft, dass die Bürgerinnen und Bürger von Ebnat nach und nach private Investitionen tätigen und sich der Ortskern dadurch optimal weiter entwickeln kann. $(text:b:Hintergrund)$ Das Förderprogramm ELR ist eine Initiative des Landes Baden-Württemberg für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums. Die Stadt Aalen wurde mit der Ortschaft Ebnat in das Förderprogramm ELR aufgenommen. Damit bieten sich Chancen, die städtische Entwicklung von Ebnat in eine positive Richtung zu lenken. Das Planungsbüro Klärle hat sich deshalb in den letzten 12 Monaten intensiv mit den städtebaulichen Untersuchungen im alten Ortskern auseinandergesetzt. In einem ersten Schritt wurde die Situation erhoben, dann analysiert und abschließend Lösungsansätze für eine nachhaltige Innenentwicklung formuliert. Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen der Bürgerversammlung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie bildet die notwendige Grundlage für finanzielle Zuschüsse im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR).