Premiere für das Aalener Jugenddreieck - Nachhaltigkeit, Sport und Technik für Kinder

40 interessierte Kinder haben am Donnerstag, 25. September an dem UNESCO-Dekade Projekt zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung teilgenommen und dabei Technik, Energie und Ökologie an der Hochschule Aalen hautnah zu erlebt. Außerdem konnten sie einen Hockey-Schnupperkurs machen.

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Zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung hat die UNESCO Deutschland eine Aktionswoche „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen und alle Akteure der Dekade um Teilnahme gebeten. Das Projekt findet im Rahmen des Programms „Aalen nachhaltig(er)leben“ statt, das von der UNESCO als Projekt der Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde.

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit erreichen? Wie kann man Kinder und Jugendliche für die Technik begeistern? Wie kann man Kinder und Jugendliche für den aktiven Sport begeistern? Seit Donnerstag ist die Antwort klar! Der Ansatz von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, diese drei Bereiche zu einem Erlebnis verschmelzen zu lassen, hat funktioniert.

Bei der Begrüßung äußerte Prorektor Prof. Dr. Holger Held die Hoffnung, dass die Schüler sich für Technik und Nachhaltigkeit begeistern lassen. „Ich würde mich freuen, wenn ihr später wieder an die Fachhochschule kommt – am besten im Bereich Technik“ so Held.
© Stadt Aalen, 29.09.2008

In drei Stunden durch fünf Programmpunkte

Im Gießereilabor erläuterte Gießereileiter Dipl.-Ing. Alexander Baesgen die Sandgießtechnik, und den Weg vom Modell über Formherstellung zum fertigen Sandgussteil. Als Anschauungsobjekt war eine Form aus Nassgusssand vorbereitet. Dipl.-Ing. Thomas Weidler erklärte die Fertigungstechnik Druckguss und deren Anwendung und führte den Guss praktisch vor. Wie viele unterschiedliche Anforderungen an die Teile durch die Verfahren und die unterschiedlichen Metalle erfüllt werden, konnten die Kinder hautnah erleben, anfassen und in Form druckgegossenen Flaschenöffnern und Modellautos mit nach Hause nehmen. Eintauchen in Virtuellen Realitäten war dann im Labor von Bernd Röth angesagt. Großen Anklang fand der Roboter, der Wörter bis zu 6 Buchstaben schreiben kann. Ausrufe wie: „Der kann ja meinen Namen schreiben“ waren an der Tagesordnung und über das Internet wird der eine oder andere das sicherlich noch mal testen. Auch dass der Roboter selbst das Licht ausknipst, war ein überraschender Effekt. Was ist Nachhaltigkeit? Dieser Frage ging Prof. Holzbaur in einem Gespräch mit den Schülern nach. Was bedeutet denn nun „Generationen“ oder „Lebenswertes Leben“? Mit kreativen Antworten entwickelten sich interessante Theorien. Handfeste Beispiele zur Ökologie des Waldes, zur Energiebilanz einer Dampfmaschine und zur Simulation des „Spiel des Lebens“ ergänzten das Ganze. Im Keller führte Dipl.-Ing. Stefan Zorniger vor, wie aus Wasserkraft elektrische Energie wird. Die Turbine, die man normalerweise nicht in Aktion sehen kann, wurde von einem kräftigen Wasserstrahl angetrieben. Mit Hilfe eines Stroboskops konnte Zorniger die Turbine quasi im vollen Lauf einfrieren, damit die Kinder genau sehen konnten, was passiert. In der Gymnastikhalle konnten die Kinder von Spielern des Hockeyclubs Suebia Aalen lernen, was Feldhockey bedeutet und wie die Regeln sind. Dass dies ganz anders ist als Eishockey war ganz schnell klar. Den Abschluss bildete ein Übungsspiel, in dem die Kinder das Gelernt umsetzten Auch Oberbürgermeister Martin Gerlach, der wegen des „Zentrum junger Forscher Ostalb“ an die Hochschule gekommen war, zeigte sich von den Engagement der Kinder begeistert: „Ihr setzt hier schon konkret um, was wir gerade im großen Stil geplant haben“. $(text:b:Erlebnisorientierung für Bildung und Sport als ein Baustein)$ Auf die Dauer soll das Konzept so umgesetzt werden, dass die Aalener Kinder in den drei Bereichen Technik, Sport und Nachhaltigkeit aktiv werden. Die Schwerpunkte jedes einzelnen werden dann in die eine oder andere Richtung gehen, aber durch die Kooperation gibt es kein hartes entweder – oder.