Rathaussturm 2014

Die Narren haben am 27. Februar 2014 das Aalener Rathaus erobert und die Herrschaft bis Aschermittwoch übernommen. Die Allianz der Aalener Fastnachtszunft, der Unterkochener Bärenfanger und der Ostalb Ruassgugga durchbrachen mit Böllern und Guggamusik den Widerstand des Turbo-Teams und schleppten Oberbürgermeister Thilo Rentschler in Handschellen vor das Rathaus.

rotz des heftigen Widerstands der mit Süßigkeiten bewaffneten und in weißen Turbo-Anzügen verkleideten Obrigkeitsgetreuen, die von der Schützenkameradschaft Dewangen unterstützt wurden, stürmten die Narren im Böllernebel das Rathaus.

Angesichts der Übermacht hisste Oberbürgermeister Thilo Rentschler schließlich die weiße Flagge. In Ketten wurde er mit Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher und Stadtkämmerin Daniela Faußner vor das Rathaus geschleppt.

Die Anklageschrift verlas Hannsi Gässler, Vorsitzender der Aalener Fasnachtszunft. Er spielte auf das neue Tempo von Rentschler im Rathaus an, thematisierte den auf dem Stadtoval baggernden OB und natürlich durfte das in der Tiefgarage des Rathauses erschossene Wildschwein auch nicht fehlen.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler wies alle Vorwürfe von sich. "Es heißt, ich wurde angeklagt. Doch hört was der Beklagte sagt: 'Ihr Narren, schaut mich an und glaubt es, hier steh ich hoch erhobnen Hauptes!' Besetzt das Haus, wenn ihr es wollt, sucht nach Geld und sucht nach Gold. Doch hört, was der OB verkündet: Ich weiß genau, dass ihr nichts findet. Wir müssen sparen hier in Aalen. Ich denk mir oft: Wer soll das zahlen? Wer hat so viel Pinke Pinke? Schwarze, Grüne, Gelbe, Linke, keiner übt sich im verzichten, der OB wird es schon richten.
Das klingt schon manchmal echt bizarr, doch schließlich bin ich ja kein Narr und lade trotz der leeren Kassen alle diese Narrenmassen zu Bier ein und zu heißen Würsten, statt zu hungern und zu dürsten."

Bis Aschermittwoch herrscht nun die Narrenallianz im Rathaus, die Obrigkeit ist abgesetzt.