Röthardt wird Kurort

Die Stadt Aalen erhält vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg für den Stadtteil das Prädikat „Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb“ verliehen.

(© )
Die Stadt Aalen erhält vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg für den Stadtteil das Prädikat „Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb“ verliehen. Die Übergabe der Urkunde erfolgt am 17. November 2004 um 19 Uhr bei einer Feierstunde in der Sängerhalle in Wasseralfingen, zu der die Bevölkerung aus Röthardt und Wasseralfingen herzlich eingeladen ist.

Der Landesfachausschuss Tourismus hat am 21. September 2004 dem Wirtschaftsministerium einstimmig die Empfehlung zur Prädikatisierung ausgesprochen. Röthardt wird damit der 57. Kurort in Baden-Württemberg.

Die Kurortbemühungen gehen zurück auf das Jahr 1995. Damals hatte der Landtag von Baden-Württemberg auf Betreiben von Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Speläotherapie-Verbandes die Änderung des Kurortegesetzes beschlossen. Seitdem sieht das Gesetz diese neue Artbezeichnung vor, die bisher nur an die Stadt Neubulach vergeben worden war.

Auf Betreiben des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg und des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg hat die Speläotherapie im vergangenen Jahr Eingang in die Kurmedizin gefunden. Der Deutsche Heilbäderverband hat bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung am 25. Oktober 2004 die Aufnahme des Prädikats „Heilstollen-Kurbetrieb“ in die Begriffsbestimmungen für Kurorte beschlossen. Der Heilstollen-Kurbetrieb ist damit dem Heilquellen-Kurbetrieb gleichgestellt. Damit hat das Prädikat nicht nur landesweite Gültigkeit, sondern ist vielmehr auch Bestandteil des bundesdeutschen Heilbäderwesens geworden. Grundlage für diese Entscheidung war der wissenschaftliche Nachweis der Heilwirkung der Speläotherapie, die mit der Medizinstudie der Universität Ulm erbracht worden ist.

Mit der Verleihung des Prädikats und der Aufnahme des Heilstollen-Kurbetriebs in die Begriffsbestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes hat die Speläotherapie im bundesdeutschen Kurwesen eine neue Qualität bekommen.
© Stadt Aalen, 08.11.2004