Rückhaltebecken Dürrwiesen nimmt Gestalt an

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Der Damm, auf dem sich künftig der Fahrradweg durch die Dürrwiesen schlängelt ist schon fertig und der tiefste Punkt des künftigen Regenrückhaltebeckens ist fast erreicht. Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und Martin Sandel, stellvertretender Tiefbauamtsleiter, erläuterten heute vor Ort den Stand der Arbeiten. Die Baustelle wirkt wie ein riesiger Sandkasten: gigantisch die Erdmassen, die für den Dammbau bereits bewegt und die für das neue Aalbett noch abgetragen werden müssen. Allein für den Damm wurden 20.000 Kubilmeter Erde aufgeschüttet, 4.000 Meter Spundwände sorgen für Stabilität. Insgesamt werden es rund 60.000 Kubikmeter Erde sein, die von Bagger und LKW bewegt werden müssen, schätzt Sandel. Auch der Aussfluss am Ende des künftigen Regenrückhaltebeckens ist auf Höhe der OVA bereits sichtbar.
© Stadt Aalen, 26.08.2009
Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und Martin Sandel vom Tiefbauamt auf der Baustelle. Im Hintergrund wird ein See entstehen.
Über dessen Krone wird der Radweg führen, der sich wie die Aal für Genussfahrer durch das Gelände schlängelt. "Die Verbindung von Hochwassersicherung und Landschaftsgestaltung macht das Projekt so interessant" erklärt die Baubürgermeisterin. "Hier entsteht eine ganz tolle Freizeitfläche mit einem Grundwassersee in Anbindung an die Stadt". 3,8 Millionen Euro kostet die Maßnahme, 54 Prozent Zuschuss gewährt das Land. Damit Aalen künftig auch vor einem Hochwasser sicher ist, wie es statistisch nur alle eintausend Jahre vorkommt. Bis zum nächsten Frühjahr wird das Gelände fertig modelliert sein, dann kommen die Wege und die standortgerechte Bepflanzung. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das naturnahe Freizeitgelände mit dem neuen Radweg an den Reichsstädter Tagen 2010 eingeweiht werden.